Ministerpräsident soll sich für Castor-Absage einsetzen

14. Juli 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt Ministerpräsident David McAllisters Einschätzung des geplanten Castor-Transports 2011 als unzumutbar für Niedersachsens Polizei. Die GdP lehnt eine Durchführung Ende des Jahres vehement ab und verlangt weiterhin die Verschiebung des Termins.

„Wenn etwas unzumutbar ist, wie der Ministerpräsident richtig erkannt hat, darf es schlicht nicht durchgeführt werden! Dies gilt insbesondere für großangelegte Aktionen wie diesen Transport, der enorme Logistik- und Sicherheitsprobleme mit sich bringt“, fordert GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff. „Aufgrund der ohnehin schon hohen Einsatzbelastung und der kurzen Planungszeit ist der Polizei in Niedersachsen ein neuerlicher Castor tatsächlich nicht zuzumuten, da stimme ich dem Ministerpräsidenten zu“, sagt Schilff. „Herr McAllister hat die Umstände richtig beschrieben. Nun muss er allerdings auch die richtigen Schlüsse ziehen und sich endlich bei Frau Merkel für eine Absage in diesem Jahr einsetzen“, verlangt der GdP-Landesvorsitzende.

Ministerpräsident David McAllister hatte im Gespräch mit der „Nordwest-Zeitung“ am 14. Juli gesagt, dass Niedersachsens Polizei und die Bevölkerung im Wendland durch den Transport unzumutbaren Belastungen ausgesetzt würden. Zudem sei die Polizei bereits beim vorangegangenen Transport an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gewesen.

Auch die hohen Kosten für das Land Niedersachsen kritisierte McAllister. In dieser Frage erhält der Ministerpräsident ebenfalls ausdrücklich die Zustimmung der GdP, die seit Jahren die Beteiligung des Bundes, aller Bundesländer sowie der Atomwirtschaft fordert.

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