Präventionspreis 2011 vergeben

13. Juli 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Prävention | Drucken

„Handy und Internet sind aus der Welt von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Deshalb ist es so wichtig, dass sie sich auch mit den Gefahren auseinandersetzen.“ Das sagte Landespolizeipräsident Dr. Wolf Hammann am Mittwoch, 13. Juli 2011, im Europa-Park in Rust bei Freiburg bei der Verleihung des Präventionspreises 2011.

Beim diesjährigen Wettbewerb mit dem Titel „Erst denken – dann klicken!“ des Innenministeriums in Kooperation mit dem Handelsverband Baden-Württemberg e.V., dem Kultusministerium, dem Städte- und dem Gemeindetag sowie der Polizei Baden-Württemberg hätten sich Kinder und Jugendliche konstruktiv und kreativ mit den Risiken und Gefahren der „neuen“ Medien auseinandergesetzt. Von 46 eingereichten Einzelprojekten habe eine Jury aus Vertretern der Kooperationspartner als Sieger acht Schulklassen und Jugendgruppen ausgewählt und in den Europa-Park nach Rust eingeladen.

„Das Ergebnis des Wettbewerbs hat eines gezeigt: Cybermobbing, beispielsweise Bloßstellen in sozialen Netzwerken oder Auslachen oder Verhöhnen im Internet, ist für Kinder und Jugendliche nichts Außergewöhnliches mehr. Deshalb finde ich es beeindruckend, wie dieses Thema aufgegriffen, konkrete Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und diese äußerst kreativ umgesetzt wurden“, sagte Dr. Hammann. Neben Musikbeiträgen, Collagen, Interviews, Umfragen, Comics, Flyern, Plakaten und diversen Filmbeiträgen sei sogar eine eigens hierfür gestaltete Homepage eingereicht worden. „Dies zeigt, dass den Kindern und Jugendlichen die Gefahren und Risiken der Nutzung von Handy und Internet sehr wohl bekannt sind, sie diese Medien aber vor allem im positiven Sinne nutzen“, sagte der Landespolizeipräsident.

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des baden-württembergischen Handelsverbands, Manfred C. Noppel, hob die Bedeutung des richtigen Umgangs mit den neuen Medien hervor: „Viele unserer Handelsunternehmen im Land nutzen das Internet als Vertriebsweg, der Online-Handel hat kontinuierliche Zuwachsraten, ebenso die Präsenz innerhalb der Social Media-Plattformen. Diese Entwicklung wird künftig noch zunehmen. Gerade die jungen Netzsurfer sind für uns eine wichtige Zielgruppe. Umso wichtiger ist auch aus Sicht der Handelsunternehmen der faire und respektvolle Umgang miteinander – im Internet ebenso wie in unseren Ladengeschäften. Eine scheinbare Anonymität im Netz darf nicht dazu führen, grundlegende Werte des Miteinanders in Frage zu stellen und andere bloßzustellen. Insbesondere Kinder und junge Menschen müssen in ihren inzwischen zum Alltag gehörenden Medien nicht nur die Chancen, sondern auch die Spielregeln erkennen und anerkennen. Deshalb ist uns das Motto des diesjährigen Wettbewerbs auch eine zentrale Herzensangelegenheit.“

„Mit dem Präventionspreis 2011 haben wir junge Menschen für dieses Thema sensibilisiert und durch die von jungen Menschen in Eigenregie erstellten Projekte unsere vielfältigen polizeilichen Präventionsbemühungen sinnvoll ergänzt“, betonte Landespolizeipräsident Dr. Hammann.

Unterstützt wurde der Wettbewerb auch in diesem Jahr von der Edeka Südwest, dem Europa-Park, der SIGNAL IDUNA Versicherungsgruppe sowie den Firmen Hirsch Süßwaren und Jacoby Fruchtsäfte.

Gewinnerliste

Die Gewinner des diesjährigen Präventionspreises „Erst denken- dann klicken!“ (Reihenfolge alphabetisch nach dem Herkunftsort) lauten:

Projektdokumentation
Klasse 6b der Johannes-Gaiser-Realschule, Baiersbronn
Rocksong
Schülerband „Fevered“, Karlsdorf
Projektdokumentation
Video-AG der Beethovenschule, Singen
Rap-Song „Einmal im Netz – immer im Netz“
Soziale Rechtspflege Ortenau, Lahr
Spielfilm „Ein Klick zu viel“
Theodor-Heuss-Realschule, Offenburg
Spielfilm „Aus Freunde werden Feinde“
Erich-Kästner-Realschule, Offenburg
Homepage und Spielfilm „Stoppt Cybermobbing“
Heimschule Kloster Wald, Wald
Aktionsreihe „STOPP – Keine Gewaltvideos“
Judoabteilung des TSV Tauberbischofsheim, Tauberbischofsheim

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg / Handelsverband Baden-Württemberg e.V.
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