NRW-Spezialeinheiten 821mal zu Einsätzen gerufen

13. Juli 2011 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Die Spezialeinheiten der nordrhein-westfälischen Polizei wurden im vergangenen Jahr in 821 Fällen zu Einsätzen wie Geiselnahmen, Entführungen, zur Aufklärung von Tötungsdelikten, zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und zu Bedrohungslagen gerufen. „Für die erfolgreiche und qualifizierte Arbeit gibt es eine sehr gute Ausbildung, ständiges Training und modernste technische Ausstattung“, sagte Innenminister Ralf Jäger heute (13.7.) im sauerländischen Hemer-Hönnetal im Trainingszentrum der nordrhein-westfälischen Spezialeinheiten. Die Anlage in einem ehemaligen Steinbruch wurde jetzt umfangreich modernisiert und saniert. Das Land Nordrhein-Westfalen investierte dafür rund eine Million Euro. Das Trainingszentrum ist einzigartig in Europa und wird nicht nur von der NRW-Polizei, sondern auch von Polizisten des Bundes, anderer Länder und europäischer Partnerländer genutzt.

Allein im vergangenen Jahr gab es 327 Fortbildungsveranstaltungen auf den Schießständen, dem Sprengübungsplatz, der Hindernisbahn, in und an den Übungshäusern, sowie auf dem Fahrparcours. „Eine ständige Weiterbildung ist für die anspruchsvolle Arbeit der Spezialeinheiten unerlässlich“, erklärte Jäger.

Die NRW-Polizei verfügt in den sechs Polizeipräsidien Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster über 660 hoch professionelle und spezialisierte Frauen und Männer zur Bewältigung schwieriger und gefährlicher Einsätze.

Zu den Spezialeinheiten gehören:

Spezialeinsatzkommandos (SEK), die insbesondere für Zugriffs- und Schutzmaßnahmen vorgesehen sind, wenn Täter bewaffnet oder gewalttätig sind.

Mobile Einsatzkommandos (MEK) führen vorrangig Observations- und Fahndungsaufgaben in besonders schwerwiegenden Kriminalfällen durch.

Die Verhandlungsgruppen (VG) werden zur Gesprächsführung sowie zur notwendigen polizeilichen Betreuung von Menschen in psychischen Ausnahmesituationen eingesetzt.

Technische Einsatzgruppen (TEG) sind für den Einsatz von hochspezialisierter Technik verantwortlich.

Zu den Aufgaben der hochtrainierten Polizisten gehören Geiselnahmen, Entführungen, Erpressungen und Bedrohungen mit Waffen. Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus gilt zudem als die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. „Ein demokratischer Rechtsstaat braucht leistungsfähige Sicherheitsbehörden, die den Inneren Frieden gewährleisten“, erklärte Minister Jäger und ergänzte: „Und da sind auch die vielen alltäglichen Bedrohungen mit gefährlichen Gegenständen und Waffen im familiären Bereich und im unmittelbaren sozialen Umfeld, die speziell ausgebildete Polizeibeamte erfordern.“ Derartige Konflikte führen häufig zu erheblichen Gefahren für Leib, Leben und Freiheit von Menschen. Jäger: „Diese Situationen werden ebenso trainiert wie die Festnahme gesuchter Gewalttäter und die Observationen von Schwerstkriminellen.“

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