Zur Tataufklärung werden Profis gebraucht

12. Juli 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Die bundesweit für Aufsehen erregte Fahndung nach dem Täter des getöteten 10jährigen Mirco aus Grefrath ist Beispiel für die anspruchsvolle und komplexe Arbeit einer Sonderkommission (Soko) der Kriminalpolizei. Kriminalisten müssen die gesamte Klaviatur der Kriminalitätsbekämpfung beherrschen. Hierzu gehören die Suche nach Tatspuren und deren kriminaltechnische Untersuchung, die Festlegung einer Strategie in der Ermittlungsführung, die Operative Fallanalyse, die interne polizeiliche Fahndung, die Öffentlichkeitsfahndung mit den Fragestellungen wann und wie wird die Öffentlichkeit eingebunden, was wird der Öffentlichkeit preis gegeben, gleichzeitig aber Informationen nur intern zu behandeln, da um diese Informationen nur der Täter wissen kann.

„Ein solches Ermittlungsverfahren zeigt die Komplexität in der kriminalistischen Bearbeitung eines Tötungsdeliktes, von der DNA-Untersuchung bis zur Auswertung von Tornado-Luftbildern, was von der Kriminalpolizei bewältigt wird“, lobt der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen die hervorragend erledigte Arbeit der Sonderkommission.

„Alles dient letztlich dazu, dass in der Gerichtsverhandlung die höchstmögliche Objektivität hergestellt wird, auf deren Basis von dem Gericht Recht gesprochen werden kann“, beschreibt der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen das Ziel der kriminalistischen Ermittlungsarbeit.

„Diese erfolgreiche Arbeit kann nur abgeliefert werden, wenn der Bund und die Länder kompetente, fachlich qualifizierte Kriminalistinnen und Kriminalisten vorhalten, die für die Bewältigung solcher herausragenden komplexen Ermittlungsverfahren ausgebildet sind“, beschreibt der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen die Grundvoraussetzung einer qualifizierten Ermittlungsarbeit. „Der überwiegende Teil der Landesinnenminister favorisiert die Ausbildung zum sog. „Einheitspolizisten“, in der Meinung hier einen multiplen Alleskönner für alle Fälle ausgebildet zu haben.

Das ist ein unverantwortlicher Irrweg.

Dieser Fall zeigt exemplarisch, dass man für sehr spezielle kriminalistische Aufgabenstellungen auch speziell ausgebildete Kriminalistinnen und Kriminalisten benötigt. Darauf muss der Bürger vertrauen können“, fordert der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen für alle Polizeien in Bund und Ländern die qualifizierte und spezialisierte Ausbildung von Kriminalpolizei.

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