BBK bei der Frauenfußball-WM dabei

12. Juli 2011 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat insbesondere bei der konzeptionellen, organisatorischen und schulungstechnischen Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft der Frauen mitgewirkt. Bei den Workshops und Seminaren wurden Themen wie der Umgang mit einem Massenanfall von Verletzten, Besonderheiten der Krankenhaus-Alarmplanung oder die psychosoziale Notfallvorsorge behandelt.

Die Eröffnungsfeierlichkeiten in Berlin Frauenfußball-WMDie Er­öff­nungs­fei­er­lich­kei­ten in Ber­lin Quelle: Frank Koeh­ler

Bereits in der Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft der Männer im Jahre 2006 hat das BBK bezüglich der Durchführung von Großveranstaltungen Erfahrungen sammeln können. Die durch die Bundesregierung gegebenen Sicherheitsgarantien beinhalteten neben den polizeilichen Maßnahmen auch umfangreiche Planungen, Vorbereitungen und Aktivitäten im Bevölkerungsschutz. Dazu hatte BBK-Präsident Christoph Unger eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Beate Coellen eingerichtet, die sich in enger Kooperation mit einem eigens dafür von der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) gegründeten Arbeitskreis dieser Aufgaben annahm. Von den dabei gewonnenen Erkenntnissen profitierte vier Jahre später die Republik Südafrika. Frühzeitig hatten sich die dortigen Organisatoren an Deutschland gewandt mit der Bitte um Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Fußball-WM 2010. „„Es war eine Bestätigung für unsere Arbeit, über die wir uns gefreut haben““, so Unger. Allerdings bedeutete das auch, die kooperierenden Arbeitsgruppen länger als geplant beizubehalten. Von daher war es nahe liegend, auch die aktuelle Weltmeisterschaft der Frauen mit dem bewährten Team vorzubereiten und zu begleiten.

Bei einem Fachkongress wurde im Februar 2010 an der BBK-eigenen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) der Auftakt gemacht. Circa 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Städten und Kreisen, die als Austragungsorte der Spiele ausgewählt waren, konnten von den Erfahrungen des vorangegangenen Ereignisses profitieren, ihre eigenen Vorstellungen präsentieren und sich gegenseitig abstimmen. In der Folgezeit unterbreitete das BBK verschiedene Angebote für Workshops und Seminare. Themen waren unter anderem der Umgang mit einem Massenanfall von Verletzten, Spezifitäten der Krankenhaus-Alarmplanung und als besonderer Schwerpunkt die psychosoziale Notfallvorsorge. Dazu wurden kommunale und polizeiliche Krisenstäbe geschult und trainiert.

Bereit stehen für den Notfall – Einsatzwagen der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen vor dem Stadion Frauenfußball-WMBe­reit ste­hen für den Not­fall – Ein­satz­wa­gen der Feu­er­wehr und der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen vor dem Sta­di­on Quelle: Frank Koeh­ler

Kollegen der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main als Teil des Teams übernahmen es federführend, die teilnehmenden Städte und Kreise bei den Planungen der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr zu unterstützen. Ausgangspunkt dafür war das „Musterkonzept Katastrophenschutz“, ein Arbeitsgrundlage, auf die sich der Ausschuss Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung (AFKzV), eine Untergliederung des Arbeitskreises V der Innenministerkonferenz, geeinigt hatte.

Mit dem 26. Juni des Jahres waren alle Planungen abgeschlossen. Der Anpfiff des Eröffnungsspiels im ausverkauften Berliner Olympiastadion stellte auch den Startschuss für hunderte von Einsatzkräften der Feuerwehren, der Rettungsdienste, der Hilfsorganisationen, aber auch von Verwaltungsmitarbeitern, die als Mitglieder von Krisen- oder Verwaltungsstäben im Hintergrund parat standen, dar. Der Präsident des BBK und die Leiterin der BBK-WM-Arbeitsgruppe informierten sich am Eröffnungstag bei der Berliner Feuerwehr und den Hilfsorganisationen sowie um und im Olympiastadion über die Umsetzung der Planungen. „„Was ich gesehen habe, war überzeugend““, so der Präsident im Anschluss. „„Hier wurde alles getan, um ein neues Sommermärchen zu ermöglichen!““

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