Loveparade Duisburg: Rechtswidrige Genehmigung bestätigt die Polizei

11. Juli 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

„Wir haben immer gesagt, dass diese Veranstaltung niemals genehmigungsfähig war“, fühlt sich Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), durch Presseberichte bestätigt, wonach die zuständige Staatsanwaltschaft die Genehmigung der Duisburger Loveparade durch die Stadtverwaltung als rechtswidrig bezeichnet hat. Eine von vornherein rechtswidrige Veranstaltung, so der DPolG-Chef weiter, kann auch die beste Polizei nicht zu einem gelungenen Event machen.

In Köln erklärte der DPolG Bundesvorsitzende: „Duisburg war als Veranstaltungsort ungeeignet, die Genehmigung von vornherein falsch. Beides haben wir immer wieder gesagt. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben dort, wo sie zuständig waren, ihre Aufgaben hervorragend erfüllt und darüber hinaus auf dem Veranstaltungsgelände alles getan, um Menschenleben zu retten. Aber wenn eine solche Veranstaltung aus dem Ruder lauft, innen auch noch so engagierte Einsatzkräfte nur noch retten, was zu retten ist, das haben die anwesenden Kräfte getan.

Jetzt wäre es an der Zeit, dass die Führung der Stadt endlich darüber aufklärt, wie es zu dieser rechtswidrigen Entscheidung gekommen ist. Bislang hat nur das Innenministerium Aufklärungsarbeit geleistet, denn am meisten weiß man über den Polizeieinsatz. Wenn während des Einsatzes z.B. technische Probleme aufgetaucht sind, ist das bei einem Einsatz dieser Größenordnung nichts ungewöhnliches, hat aber mit den Ursachen der Katastrophe nichts zu tun.

Ausdrücklich positiv muss man die Arbeit der Staatsanwaltschaft hervorheben, die gründlich und umfassend ist. Es wird höchste Zeit, dass Duisburg das Trauma dieser Katastrophe überwindet und zu einem Neuanfang findet. Das setzt aber voraus, dass endlich die notwendigen Konsequenzen an der Spitze der Stadt erfolgen und damit meine ich nicht nur den Oberbürgermeister, sondern ausdrücklich seine Spitzenbeamten, zu deren Amtspflichten die Beratung und Unterstützung ihres Behördenleiters gehört.“

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