8. SicherheitsExpo

6. Juli 2011 | Themenbereich: Bayern, Innenminister, Innere Sicherheit | Drucken

Innenminister Joachim Herrmann forderte heute anlässlich der Eröffnung der 8. Münchner Sicherheitsmesse “SicherheitsExpo“ Notfallpläne gegen Internetangriffe und eine weitere Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen: „Die ernormen Schäden sind alarmierend. Hier besteht akuter Handlungsbedarf.“ Besonders gefragt sind Experten für Sicherheit und Technik, wenn es gilt, den ständigen Wettlauf gegen professionelle Täterbanden zu gewinnen. „Wir betrachten Sicherheit als soziales Grundrecht unserer Bürger. Deshalb gehen wir seit jeher äußerst konsequent gegen Kriminalität aller Art vor“, so Herrmann.

Die 8. Münchner Sicherheitsmesse, die am 6. und 7. Juli 2011 im Internationalen Congresscenter Messe München stattfindet, hat sich inzwischen als wichtige Veranstaltung auf dem Markt etabliert und genießt in internationalen Fachgremien hohes Ansehen. Rund um die Themen Gebäudesicherheit, Gefahrenmeldetechnik, Brandschutz, Bankensicherheit, Videoüberwachung sowie IT- und Netzwerksicherheit werden innovative Produkte und fachliche Beratung angeboten.

Mit Blick auf die zunehmende Wirtschaftsspionage forderte Herrmann die Unternehmen auf, sich mit den Konsequenzen eines möglichen Internetangriffs auseinander zu setzen und Notfallpläne auszuarbeiten. Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz versucht mit seinem Sensibilisierungsprogramm dazu beizutragen, ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein gegen das Ausspähen von Firmengeheimnissen zu wecken. An Banken und Kreditkartenunternehmen appellierte Herrmann, ihre Sicherungsmaßnahmen weiter zu verbessern: „Der Wegfall der Magnetstreifentechnik und die ausschließliche Verwendung der berührungslosen Chiptechnik wären ein deutlicher Sicherheitsgewinn.“

Gerade bei der Bekämpfung moderner Kriminalitätsformen, wie beispielsweise im Bereich der Computerkriminalität, setzt Herrmann auch auf das Knowhow der Sicherheitswirtschaft: „Staatliche Sicherheitsarbeit erfährt hier eine wertvolle Ergänzung. Nur wenn sich alle Kräfte von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft dieser Aufgabe stellen, können wir erfolgreich sein.“ Bayern hat schon vor Jahren Schwerpunktkommissariate zur Bekämpfung der Internet- und Kommunikations-Kriminalität in München und Nürnberg aufgebaut. Herrmann sieht gerade die Einführung der neuen Sonderlaufbahnen “Wirtschafts- und IuK-Kriminalisten“ bei der Bayerischen Polizei als einen äußerst vielversprechenden Weg: „Wir machen Spezialisten zu Polizisten.“ Er gab sich überzeugt, dass von dieser Fachmesse wieder wertvolle Impulse für noch mehr Sicherheit in Bayern ausgehen werden.

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