Keine Zustimmung zur Einlagerung atomarer Abfälle

4. Juli 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Den heute bekannt gewordenen Vorhaben des Berliner, künftig atomare schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus der Bundeshauptstadt in Lubmin einzulagern, hat Innenminister Lorenz Caffier eine deutliche Absage erteilt: „Das vom Abgeordnetenhaus mit rot-roter Mehrheit offenbar vorgebrachte Ansinnen lehne ich strikt ab. Sollte ein derartiger Antrag aus Berlin bei mir eingehen, wird es aus meinem Haus keine Genehmigung dafür geben.“

Laut Medienberichten gibt es Pläne des Abgeordnetenhauses von Berlin, in der Sammelstelle unseres Bundeslandes für schwach- bis mittelradioaktive Abfälle aus Forschung, Medizin und Industrie auch derartige Abfälle aus Berlin einzulagern.

„Unsere Landessammelstelle Mecklenburg-Vorpommern steht für die Einlagerung derartiger Stoffe aus Berlin oder anderen Bundesländer nicht zur Verfügung“, betonte Innenminister Caffier. „Die Energiewerke Nord, die die Landessammelstelle im Auftrag und unter Kontrolle der Landesregierung betreiben, haben bisher keinen entsprechenden Antrag an das Innenministerium gestellt. Der Landeschef der Grünen, Jürgen Suhr, sollte sich zunächst erst einmal genau über den tatsächlichen Stand der Dinge informieren, bevor er sich öffentlich empört“, so Minister Caffier.