Ausufernde Facebook- und Flashmob-Partys

4. Juli 2011 | Themenbereich: Innenminister, Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

Innenminister Uwe Schünemann setzt sich für ein Maßnahmenpaket im Hinblick auf ausufernde Facebook- bzw. Flashmob- Partys ein: Aufklären – konsequent Durchgreifen – transparent vor Gefahren warnen. Es handelt sich hierbei um Treffen, bei denen es zu Alkoholexzessen, gewalttätigen Auseinandersetzungen, Sachbeschädigungen und Vandalismus kommt.

„Gibt es im Vorfeld einer angekündigten Facebook- oder Flashmob-Party konkrete Hinweise auf eine Gefahr für Teilnehmer oder unbeteiligte Dritte, muss eine solche Veranstaltung mit den bestehenden Instrumenten verboten werden. Anderenfalls muss ein solches Treffen bei einer Gefahr für die Sicherheit und Ordnung mit Platzverweisen aufgelöst werden. Es geht nicht um ein generelles Verbot von Facebook- oder Flashmob-Partys. Sie gehören als friedliche und fröhliche Veranstaltungen mit einem überschaubaren Kreis zur heutigen Jugendkultur“, so Innenminister Uwe Schünemann in Hannover.

Die Veranstalter von solchen ausufernden Partys sollten sich über die immensen Kosten, die für die Kommunen und die Polizei entstehen können, im Klaren sein. „Wenn den Kommunen die Verursacher solcher Treffen bekannt sind, können sie diese für die entstehenden Kosten zum Beispiel für Vandalismus und Müllentsorgung heranziehen.“

Auch dies könne, so Schünemann, als Abschreckung Wirkung zeigen. Für absolut notwendig hält es Innenminister Schünemann, dass die Aufklärungs- und Präventionsarbeit in diesem Bereich verstärkt wird. „Viele Jugendliche wissen doch oft gar nicht, was sie mit bestimmten ‚Klicks’ im Internet anrichten. Jedem Jugendlichen muss klar sein, welche realen Folgen sein Handeln im virtuellen Netz hat“, so Schünemann.

Hier ist Niedersachsen Vorreiter. Das Kultusministerium und die Landesmedienanstalt haben mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 ein Qualifizierungsprojekt für schullehrerinnen und -lehrer in Niedersachsen gestartet. Hier erfahren die Lehrerinnen und Lehrer, wie Kinder an das Internet herangehen, wozu sie es nutzen sollen sowie welche Jugendschutz- und Sicherheitsgesichtspunkte zu beachten sind.

„Wir müssen die Eltern und Jugendlichen fit machen zu erlernen, welche Quellen im Internet seriös sind und wo im Netz Gefahren lauern. Auch müssten Schüler abschätzen können, welche persönlichen Daten sie in den sozialen Netzwerken preisgeben und was sie besser für sich behalten“, sagte der Innenminister. Auch an eine Art „Internet-Führerschein“ als Fortbildungs- und Aufklärungsmöglichkeit für Schülerinnen und Schüler könnte man in diesem Zusammenhang denken.

„Hier ist die Landesregierung zusammen mit der Landesmedienanstalt mit dem gemeinsamen Qualifizierungsprojekt für mehr Medienkompetenz absolut auf dem richtigen Weg.“

Innenminister Uwe Schünemann appellierte an die „Sozialen Netzwerke“, ihre Angebote so sicher zu gestalten, dass Jugendliche sich nicht versehentlich an falsche Adressaten für ihre Partys wenden. „Die Dienstanbieter sind aufgefordert, den Schutz persönlicher Daten und die Auswahlmöglichkeiten für die Nutzer noch transparenter zu gestalten und vor den Gefahren zu warnen“, sagte Innenminister Schünemann am Montag in Hannover

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