Lob für Polizei für schweren Einsatz bei Stuttgart 21-Protesten

1. Juli 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

Die Proteste in der Landeshauptstadt gegen den Bau des Schienenprojektes Stuttgart 21 binden bei der Polizei erhebliche Kräfte. Seit der ersten Montagsdemonstration im Oktober 2009 bis Ende 2010 leisteten die Beamten dort 422.000 Einsatzstunden, hat Innenminister Reinhold Gall gestern in Stuttgart berichtet. Die Kosten dafür werden auf 18,7 Millionen Euro veranschlagt. In diesem Jahr sind weitere 115.000 Stunden mit Kosten von gut fünf Millionen Euro angefallen, die Baumverpflanzung im Februar beanspruchte fast ein Drittel davon.

Der Innenminister betonte, dass die Sicherheitskräfte ihre Strategie der Deeskalation auch weiterhin verfolgten. Er beklagte aber zugleich, dass die Beamten einer hohen psychischen Belastung ausgesetzt seien. Denn eine wachsende Zahl von Demonstranten konfrontiere sie nicht nur mit Hasstiraden. Die Bürger in Uniform würden auch bespuckt, herumgeschubst oder gar geschlagen. „Das kann nicht geduldet werden“, hob Gall hervor. Die Polizisten, die sonst vermisste Kinder ihren Eltern zurückbringen, Prävention betreiben und im Alltag unsere Sicherheit gewährleisten, hätten Achtung und Respekt verdient. Sie dürften nicht Prellbock werden, an dem man Wut und Ohnmacht nach Lust und Laune ausleben könne.

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg

1 Kommentar
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Schau an, da waren wieder 5.000 Leute in Stuttgart unterwegs um gegen Stuttgart 21 zu randalieren. Ich frage mich wirklich warum denn? Wurde nicht ein Prozess verabredet. Aber nein, warum soll man sich dran halten, wenn es einem nicht so passt. So sagte die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender forderte die Deutsche Bahn erneut zu einem sofortigen Bau- und Vergabestopp auf und verlangte die Offenlegung aller derzeit absehbaren Kosten für das Projekt. Eine Beteiligung des Aktionsbündnisses gegen „Stuttgart 21“ an der Präsentation der Stresstest-Ergebnisse ließ Dahlbender offen. Man wolle erst nach einer sachlichen Prüfung entscheiden, ob man teilnehme. Und was sagt der glorreiche grüne Ministerpräsident dazu. Nichts natürlich.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.