Ungewöhnlicher Polizeieinsatz mit Waschbären

30. Juni 2011 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Am frühen Mittwochnachmittag des 29.06.2011, gegen 14.15 Uhr, erhielt eine Streifenwagenbesatzung der Velberter Polizei einen Einsatz zur außerörtlichen Nierenhofer Straße zwischen Velbert-Mitte und Langenberg. Dort sollten sich zwei kleine Waschbären in den Kotflügeln bzw. in den Federbeinen eines Autos versteckt haben und ihr Versteck nicht mehr verlassen wollen. Vor Ort schilderten ein Autofahrer aus Heiligenhaus und dessen Frau als Beifahrerin, dass man die Nierenhofer Straße in Richtung Velbert befahren hatte, als man auf der Landstraße plötzlich zwei kleine Waschbären vor sich auf der Straße entdeckte. Da die Tiere nicht vor dem sich nähernden Fahrzeug flüchteten und keine Anstalten zeigten die Fahrbahn zu verlassen, stoppte der Heiligenhauser sein Fahrzeug, um die beiden putzigen Kerle nicht zu überfahren.

Doch kaum hatte der Tierfreund sein Fahrzeug unmittelbar vor den beiden jungen Waschbären angehalten, zeigten diese sich nicht gerade besonders dankbar. Die zwei noch nicht ausgewachsenen Jungtiere kletterten in die Radhäuser des großen Geländewagens und versteckten sich sofort in dessen Fahrwerk.

a die Tiere schon eine gewisse Größe hatten und über ordentliche Krallen und Zähne verfügten, verhielt sich der Autofahrer äußerst vorsichtig und verständigte die Polizei, um die „widerrechtliche Besetzung seines Fahrzeugs“ zu beenden. Bis zum Eintreffen der Beamten hatte ein Waschbär sein Versteck bereits wieder verlassen, saß auf einer Grundstücksböschung und beobachtete von dort das weitere Geschick seines „Komplizen“.

Der befand sich beim Eintreffen der Polizei noch im Federbein hinter dem Reifen des Geländewagens. Durch vorsichtige und freundliche Stupser mit einem Polizeischlagstock konnte der „Radhaus-Besetzer“ aus seinem Versteck geschoben, mit einem beherzten Nackengriff gepackt und sofort in eine dienstliche Tasche gesteckt werden.

ber den „tierischen Zuschauer“ wurde in einem günstigen Augenblick eine Polizeiwarnweste geworfen und der davon offenbar überraschte Waschbär damit sofort eingewickelt und zwangsweise ruhig gestellt. Mit lauten Fauchgeräuschen und unmissverständlichen Unmutsäußerungen wurden die beiden „vorläufig festgenommenen Wegelagerer“ an einen nur 400 Meter entfernt gelegenen Waldrand gebracht und dort wieder ausgesetzt.

ffenbar hatten die zwei Waschbären inzwischen ihre Lektion gelernt, denn sie trollten sich sofort ins Unterholz, um in unbekannte Richtung zu verschwinden !

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