Staatssekretär Fritsche zu Besuch in Afghanistan

30. Juni 2011 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Der Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Klaus-Dieter Fritsche, besuchte vom 27. – 30. Juni 2011 die Islamische Republik Afghanistan, um sich vor Ort einen Eindruck über den Stand der Dinge beim Aufbau der Polizei zu verschaffen. Begleitet wurde er auf seine Reise vom Staatssekretär für Inneres und Europaangelegenheiten des Saarlandes, Georg Jungmann und Herrn Ministerialdirektor Franz-Josef Hammerl, dem Leiter der Abteilung „Angelegenheiten der Bundespolizei“ im Bundeministerium des Innern.

Fritsche führte Gespräche mit dem afghanischen Innenminister Khan Mohammadi, dem Kommandeur der ISAF Truppen, US-General Patraeus, Vertretern der NATO Trainingsmission und von EUPOL sowie mit dem Kommadeur der deutschen Truppen im Regionalkommando Nord, Brigadegeneral Backen. Darüber hinaus besuchte er die Polizeitrainingszentren in Feyzabad und Mazar-e-Sharif. In einer kleinen Feierstunde nahm Fritsche die offizielle Eröffnung des Polizeitrainingszentrums Kabul vor. Hier werden seit dem Frühjahr afghanische Polizisten zu Trainern qualifiziert. Sie sollen mittelfristig die Ausbildung afghanischer Polizisten übernehmen. Bis Ende 2011 werden allein von deutschen Polizeitrainern rund 450 afghanische Polizisten zu Trainern ausgebildet worden sein.

Fritsche würdigte zudem die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten aus Bund und Ländern vor Ort und freute sich, ausgewählte Polizeitrainer mit der Afghanistan-Spange auszeichnen zu können. Diese wird für den Einsatz im bilateralen deutschen Polizeiprojekt in Afghanistan (GPPT) verliehen. Je nach Dauer des Einsatzes im GPPT werden die Spangen in Gold, Silber oder Bronze vergeben nebst einer durch den Minister gezeichneten Urkunde.

„Ich danke Ihnen, dass Sie sich hier in Afghanistan engagieren. Und ich danke Ihren Familien, Angehörigen und Freunden, ohne deren Rückhalt ein solcher Einsatz nicht möglich wäre. Ihre Leistungsfähigkeit und –bereitschaft unter schwierigen Bedingungen und unter Zurückstellung persönlicher Belange ist beeindruckend“, lobte Fritsche die Polizisten.

Bis zu 200 deutsche Polizeibeamte aus Bund und Ländern unterrichten an den vier Standorten in Kabul, Kunduz, Mazar-e-Sharif und Feyzabad und bilden pro Jahr über 5.000 afghanische Polizisten aus. Gleichzeitig engagiert sich Deutschland mit ca. 40 Beamten in der Europäischen Polizeimission EUPOL. Deutschland ist damit nach den USA größter Akteur im Bereich des Polizeiaufbaus in Afghanistan.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.