Sicherheitskooperation in Sachsen wegweisend

30. Juni 2011 | Themenbereich: Security | Drucken

Im Sächsischen Staatsministerium des Innern fand eine Besprechung zwischen dem Innenminister Markus Ulbig, dem Landespolizeipräsidenten Bernd Merbitz, der BDWS-Vizepräsidentin Dr. Birgit Kretzschmar und Andreas Paulick, Rechtsanwalt und BDWS-Geschäftsführer, statt. Thematisiert wurden die Sicherheitskooperation von Polizei und Privaten in Sachsen, Qualitäts- und Zertifizierungsanforderungen sowie Zulassungskriterien und die Zuverlässigkeitsüberprüfung zum Gewerbe. Man einigte sich, die seit 2002 erfolgreich bestehende und gelebte Sicherheitskooperation in Sachsen zu überarbeiten und zu vertiefen.

Angesichts der vollständigen Arbeitnehmerfreizügigkeit in der Europäischen Union und des damit fortschreitenden europäischen Integrationsprozesses sei es erforderlich, die von der Innenministerkonferenz 2009 geforderte Zertifizierung privater Sicherheitsdienstleister voranzutreiben. Hierbei seien nicht nur bestehende Zertifizierungen und Qualifikationen privater Sicherheitsdienstleister zu berücksichtigen sondern auch die Frage nach transparenten und regelmäßigen Zuverlässigkeitsüberprüfungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem In- und Ausland zu klären.

„Wer Sicherheit ganzheitlich denkt, ist sich der Bedeutung privater Sicherheitsdienstleister in der Sicherheitsarchitektur bewusst. Um den steigenden Anforderungen qualitativ und wirtschaftlich gerecht werden zu können, müssen wir gemeinsam mit Politik und behördlichen Sicherheitsakteuren rechtsverbindliche Kriterien schaffen. Wir haben in Sachsen seit 2002 bundesweit die erste Sicherheitskooperation auf Landesebene geschaffen, die sich bis heute bewährt hat“, so Dr. Birgit Kretzschmar. Darauf könne und wolle man aufbauen. Mittlerweile haben fünf weitere Innenministerien Sicherheitskooperationen auf Landesebene abgeschlossen.

Im Freistaat Sachsen trugen 2010 knapp 10.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zu mehr subjektiver und objektiver Sicherheit bei. Die 57 BDWS-Mitgliedsunternehmen der Landesgruppe Sachsen beschäftigten über 7.000 Mitarbeiter und erwirtschafteten circa 80 Prozent des landesweiten Branchenumsatzes von über 110 Millionen Euro.

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