„Das Gebet macht vor Mauern nicht halt!“

29. Juni 2011 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Strafvollzug | Drucken

Einen Tag vor dem Gedenktag an den überlieferten Todestag der Apostel und Kirchenväter Simon Petrus und Paulus von Tarsus am 29. Juni findet in der Jugendanstalt Neustrelitz in der erst im Dezember letzten Jahres geweihten Kapelle St. Petrus und Paulus der erste ökumenische Gebetstag statt. Über den Tag verteilt – von 9.00 Uhr am Morgen bis 19.00 Uhr am Abend – „probieren“ der katholische Gefängnisseelsorger Pater Gabriel Zörnig und der evangelische Pastor Vogel gemeinsam mit den jugendlichen Strafgefangenen unterschiedliche Formen des Gebetes aus. In die Vorbereitung des Gebetstages sind die Jugendlichen mit einbezogen worden. Es wird Elemente des sogenannten Stundengebets, eine Taizé-Andacht wie Elemente des Rosenkranzes geben.

„Ich freue mich sehr, dass die Seelsorge in der Jugendanstalt Neustrelitz auf diese Weise belebt und für die jugendlichen Gefangenen greifbar gemacht wird,“ so die Ministerin heute. „Gerade jugendliche Gefangene brauchen einen Ort des Rückzuges, der Ruhe, des Zuspruchs und der Orientierung – dies kann gerade in der so eindrucksvoll gestalteten Kapelle der Jugendanstalt Neustrelitz gelingen. Die Gefängnisseelsorge ist ein wichtiger Baustein für ein zukünftiges straffreies Leben. Der christliche Glauben kann helfen, die eigene Schuld zu überwinden und einen Sinn im Leben zu finden. In der Vorbereitung zum morgigen 1. Gebetstag haben die jungen Gefangenen aktiv gezeigt, dass sie darin einen Sinn sehen. Ich freue mich sehr, dass junge Menschen hinter den Gefängnismauern einen Weg zu Gott finden – der Glaube und das Gebet machen eben nicht vor den Mauern halt!“

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