Experten fordern Neuausrichtung der Geldwäschebekämpfung

28. Juni 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Eine breite Front aus Kriminalbeamten, Richtern, Staatsanwälten, Finanzbeamten und Zollbeamten aus dem In- und Ausland diskutierte bei einer dreitägigen Fachtagung in der Thomas-Morus-Akademie in Bergisch-Gladbach über Defizite der Geldwäschebekämpfung und erarbeitete Lösungsansätze. Die Kooperationspartner fordern nach ihren Beratungen schrittweise eine strategische Neuausrichtung ein. Es ist erforderlich, dass auftretenden Anhaltspunkten für Geldwäscheaktivitäten nicht nur konsequent nachgegangen wird, es ist zusätzlich auch sicherzustellen, dass in den relevanten Schnittstellen des Wirtschaftsverkehrs nach derartigen Anhaltspunkten konsequent gesucht wird.

Deshalb ist es unverzichtbar, den Fokus auf alle Bereiche des Wirtschaftslebens auszuweiten, in denen erfahrungsgemäß Geldwäsche stattfinden kann, eine Stärkung der Kontrollen durch Vereinheitlichung der Aufsichtsstrukturen vorzunehmen, ein ressortübergreifendes europäisches Expertenforum aus Praktikern einzurichten, die gegenseitige Rechtshilfe zu optimieren, zusätzliches spezialisiertes Fachpersonal zur Geldwäschebekämpfung bereitzustellen, ein Bewusstseins für die Gefährlichkeit der Geldwäsche zu schaffen, da sie der notwendige Nährboden für die „Mafia“, die Korruption und die Wirtschaftskriminalität ist.

Die Kooperationspartner stellen heraus: „Eine verstärkte und nachhaltige Geldwäschebekämpfung ist notwendig zum Schutz der Wirtschaft vor dem Einfluss inkriminierten Vermögens, Schutz des Rechtsstaats, Schutz des Bürgers durch Bekämpfung der Schwerkriminalität, Schutz und zur Stärkung des Gemeinwohls.“

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