Lohnerhöhungen und Mindestlohn für NRW-Sicherheitsdienstleister

27. Juni 2011 | Themenbereich: Security | Drucken

Seit 1. Juni gilt bundesweit der Mindestlohn-Tarifvertrag (ML-TV) für alle in- und ausländische Anbieter von Sicherheitsdienstleistungen. Da der ML-TV jedoch nur Mindestanforderungen regelt, finden weiterhin Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen statt. In Düsseldorf einigten sich am 16. Juni 2011 die Tarifkommission der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen im Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS) sowie der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in der zweiten Runde auf den Abschluss eines Lohn- und Gehaltstarifvertrages. „Ab 1. Juli 2011 wird der Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2012 über zwei vertretbare Erhöhungsstufen in Kraft treten. Eine Erklärungsfrist haben wir nicht vereinbart. Damit besteht Planungssicherheit für unsere Kunden, Unternehmen und Mitarbeiter“, so Gunnar Vielhaack, Vorsitzender der BDWS-Landesgruppe, im Anschluss an die Verhandlung.

Der Tarifvertrag erhöht in der ersten Stufe ab dem 1. Juli 2011 – mit wenigen Ausnahmen – alle Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen linear um 2,1 Prozent. Zu den Ausnahmen zählen beispielsweise Sicherheitsmitarbeiter im Objektschutz / Pförtnerdienst, die auf Grund des Mindestlohn-Tarifvertrages seit 1. Juni 2011 eine Lohnerhöhung von 1,7 Prozent erhalten haben; Mitarbeiter von Werkfeuerwehren erhalten 2,5 % und Sicherheitsmitarbeiter an Verkehrsflughäfen bis zu 3 %.
Beginnend ab dem 1. März bis zum 31. Dezember 2012 kommt es zu einer weiteren Steigerung um 2,5 Prozent. Diese Erhöhung gilt auch für Sicherheitsmitarbeiter im Objektschutz / Pförtnerdienst, was einer höheren Entlohnung als der im ML-TV vorgesehenen entspricht.

Die BDWS-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen ist mit 163 Mitgliedsunternehmen die stärkste in Deutschland. In 2010 trugen über 34.000 Sicherheitsmitarbeiter zu mehr Sicherheit im bevölkerungsreichsten Bundesland bei und erwirtschafteten über 1,6 Milliarden Euro Umsatz.

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