Bundespolizei schult Polizisten in palästinensischen Gebieten

27. Juni 2011 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Experten der Bundespolizei schulten im Rahmen eines vom Vertretungsbüro der Bundesrepublik Deutschland in Ramallah in Zusammenarbeit mit EUPOL COPPS projektierten zweiwöchigen Spezialtrainings 16 Angehörige der palästinensischen Zivilpolizei (Palestinian Civil Police) und vier Vertreter des palästinensischen Innenministeriums zur Thematik Dokumentensicherheit und Echtheitsbestimmung. Nach der erfolgreichen Teilnahme fand die Abschlussveranstaltung am 23. Juni 2011 im Hauptquartier der Justizpolizei (Judical Police) in Ramallah statt.

Die Schulung führten Experten der Bundespolizei in den Räumlichkeiten des Hauptquartiers der Justizpolizei (Judicial Police) gemeinsam mit der palästinensischen Polizei durch. Nach dem erfolgreichen Abschluss fand dort am 23. Juni 2011 ebenfalls die Abschlussveranstaltung für die Teilnehmer statt.

Im Verlauf des Kurses, der als „train-the-trainer“ Seminar konzipiert war, wurden die Teilnehmer im Erkennen von ge- und verfälschten Dokumenten geschult. Darüber hinaus wurden ihnen spezielle Kenntnisse über Sicherheitsmerkmale in Dokumenten, die Passherstellung sowie über Drucktechniken und forensische Untersuchungsmöglichkeiten im Urkundenbereich vermittelt.

Die Zusammenarbeit zwischen der Bundespolizei und der palästinensischen Zivilpolizei bei der Bekämpfung der Urkundenkriminalität ist ein weiteres Beispiel für das breit gefächerte Engagement der Bundespolizei in den Palästinensischen Autonomiegebieten. Dabei werden im laufenden Jahr einerseits sowohl Grundlagenkenntnisse als auch umfangreiches Fachwissen im dienstlichen Alltag vermittelt, andererseits wurden eine Reihe von Trainingsmaßnahmen und die Lieferung von Ausrüstungsgegenständen vereinbart. Im Jahr 2011 wurden insgesamt vier solcher Trainingsmaßnahmen durch Experten der Bundespolizei durchgeführt, an denen ca. 70 Beamte der palästinensischen Zivilpolizei und des Innenministeriums erfolgreich teilnahmen. Die Bundespolizei wird diese Zusammenarbeit auch in Zukunft als verlässlicher Partner fortführen.

Grundlage dafür bildet die am 24. Juni 2008 in Deutschland ausgerichtete Geberkonferenz „Berlin Conference in Support of Palestinian Civil Security and the Rule of Law“. Deutschland warb hierbei um Unterstützung für den Aufbau einer funktionierenden Polizeiorganisation und eines arbeitsfähigen Justizwesens in den Palästinensergebieten. Als eigenen Beitrag steuerte Deutschland ein Hilfspaket in Höhe von 15 Millionen Euro bei.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.