EU-Urlaubsländer: Vorschriften für Autofahrer unterschiedlich

24. Juni 2011 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Einiges Europa? Von wegen. Auch bei Verkehrsregeln für Autofahrer gilt: Es lebe der Unterschied. Der ACE Auto Club Europa hat jetzt auf teils gravierende Abweichungen in den nationalen Regelwerken für Autofahrer hingewiesen und rät, sich vor einem Grenzübertritt mit der Verkehrsrechtlage im Besucherland vertraut zu machen. In Schweden beispielsweise dürfen Autofahrer während der Fahrt auch ohne Freisprecheinrichtung telefonieren und müssen auch keine Warnweste dabei haben. In Frankreich wird die auf Tempo 130 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen situativ noch weiter eingeschränkt: Hier gilt bei Nässe eine gesetzlich fixierte Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h; an dieses Tempolimit müssen sich unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit generell auch Führerscheinnovizen in den ersten zwei Jahren nach Erwerb der Fahrerlaubnis halten.

Ein besonders leuchtendes Beispiel für eine überbordende Regulierungswut liefern Spanien, Tschechien und Kroatien. Dort müssen laut ACE immer Ersatzlampen fürs Auto mitgeführt werden. Die helle Erleuchtung trifft für den Fall der Fälle allerdings nur jene, die im Handschuhfach eine verständliche Montageanleitung des Pkw-Herstellers mitführen, wobei dies wiederum weder empfohlen noch vorgeschrieben wird.

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