Studierender rettet Mann aus Weser

22. Juni 2011 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Am Dienstag, dem 14.06.2010 befand sich der 30-jährige angehende Polizeikommissar im Rahmen seines Praktikums bei der Polizeiwache Minden auf Streife, als ein 47-jähriger Mann aus Minden nach erheblichem Alkoholkonsum in der Weser ein paar Runden schwimmen wollte. Offensichtlich versagte der Kreislauf des Mannes, so dass dieser bewusstlos in der Weser trieb.

Der Kommissaranwärter, der seine Trainings in Schloß Holte-Stukenbrock absolviert hat, fuhr zusammen mit seinen Kollegen zum Einsatzort. Ebenfalls im Einsatz war ein Schiff der Wasserschutzpolizei.

Nachdem der Einsatzort erreicht wurde, entledigte sich der angehende Polizeikommissar seiner Oberbekleidung und schwamm in Richtung der regungslosen Person.

Er konnte den Mann aus dem Wasser ziehen, so dass dieser von der Besatzung eines Rettungswagens behandelt werden konnte. Eine Reanimation verlief erfolgreich.

Der Mann wurde nach der Behandlung vor Ort in ein Mindener Klinikum verbracht. Auch der Retter wurde vorsorglich in ein Krankenhaus verbracht, er konnte das Krankenhaus zwischenzeitlich aber schon wieder verlassen.

Der Kommissaranwärter ist seit 2008 bei der Polizei in der Ausbildung. Sein Theoriestudium absolviert er an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen am Studienstandort Bielefeld, die Trainings im Rahmen der 3-jährigen Ausbildung absolvierte er im Bildungszentrum „Erich Klausener“ in Schloß Holte-Stukenbrock.

In den Trainings beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen haben die Studierenden insgesamt 32 Stunden Schwimmunterricht, in denen vor allem Rettungsübungen trainiert werden. Diese entsprechen dem DLRG-Leistungsabzeichen in Silber, so dass die angehenden Polizeikommissarinnen und Polizeikommissare genau für solche Situationen trainiert werden.

Dieser Einsatz zeigt, dass die Ausbildung der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen mit seiner Struktur in der Abfolge Theorie – Training – Praxis der richtige Weg ist. In diesem Fall hat es Leben gerettet.

Quelle: LAFP NRW

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