Mehr Sicherheit beim Fußball

22. Juni 2011 | Themenbereich: Sachsen | Drucken

Die Frage der Sicherheit beim Fußball war ein wichtiger Themenschwerpunkt auf der Innenministerkonferenz. In Sachsen gibt es für die letzten Jahre einen positiven Trend zu verzeichnen. Seit Anfang 2008 besteht das vom Sächsischen Staatsministerium des Innern erarbeitete „Gesamtkonzept Fußball“. Dazu gehören verschiedene Maßnahmen:

die Förderung von Fanprojekten im Umfang von jährlich ca. 300.000 Euro durch das SMI,
die durchgängige Abstimmung von Spielansetzungen im Freistaat Sachsen unter polizeilichen Gesichtspunkten,

die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten auf örtlicher und überörtlicher Ebene sowie

die konsequente Verfolgung von Straftaten, insbesondere durch die Verbesserung der Beweissicherung und Dokumentation.

Innenminister Markus Ulbig: „Die schlimmen Ausschreitungen, die es noch vor einigen Jahren in Sachsen gab, sind auch in der letzen Spielzeit ausgeblieben. Die Erfahrungen zeigen, dass insbesondere hohe Standards bei der Stadionsicherheit Erfolge zeigen. Unser Ziel muss es sein, dass nicht nur bei Heimspielen die Randale unterbleibt, sondern auch bei Auswärtsspielen. Die gewalttätigen Chaoten müssen ganz klar und deutlich isoliert werden. Hier sehe ich die Vereine und die geförderten Fanprojekte in der Pflicht, und zwar mehr als bisher. Es müssen genug Ordner da sein, die ihre Aufgabe auch ernst nehmen. Außerdem müssen die Stadionverbote konsequent umgesetzt werden. Wir wollen Fußball und keine Gewalt.

Auch auf den Reisewegen rund um die Spiele kommt es immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen. Zusammen mit den Clubs müssen wir auch hier zu Verbesserungen kommen. Ich unterstütze außerdem den Vorschlag von Alkoholverboten in Stadien. Ebenso kann ein Alkoholkonsumverbot auch dabei helfen, die Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln positiv zu beeinflussen, da ein Zusammenhang zwischen Alkoholgenuss und aggressiven Verhaltensweisen nicht geleugnet werden kann. Deshalb stehen wir Alkoholverbotsregelungen der Beförderungsunternehmen zustimmend gegenüber.

Unser Vorschlag zum Sicherheitseuro wurde in Sachsen allgemein akzeptiert. Diesen symbolischen Aufschlag soll es nur bei sogenannten Risikospielen im Bereich des sächsischen Fußballverbandes geben und das Geld fließt unmittelbar an die Vereine zur Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen. Jetzt werden die Details besprochen. Es ist klar: Ohne Randale auch kein Aufpreis.“

Ende August findet im Innenministerium eine weitere Sicherheitskonferenz mit sächsischen Fußballvereinen und Fanprojekten statt. Ein wesentliches Thema wird die Fortführung der Diskussion zur Erhebung von Sicherheitszuschlägen bei Risikospielen sein. Zielstellung des Sicherheitszuschlages ist es, die Mittel für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen der Veranstalter bzw. präventive Maßnahmen zu verwenden. Das Bewusstsein der Stadionbesucher für die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen soll verstärkt werden.

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