3.600 zusätzliche Lkw-Stellplätze

22. Juni 2011 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Innenminister Joachim Herrmann hat angesichts der jüngsten schweren Unfälle auf Autobahnparkplätzen wegen verbotswidrig geparkter Lkw angekündigt, das seit 2008 eingeleitete Ausbauprogramm für Lkw-Stellplätze zu beschleunigen: „Wir brauchen dringend zusätzliche Lkw-Stellplätze auf den Autobahnen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Unfälle, wie sie sich jüngst ereignet haben, dürfen sich nicht wiederholen. Seit 2008 haben wir bereits 927 zusätzliche Lkw-Stellplätze geschaffen, bis 2013 werden es dann rund 3.600 sein. Hieran werden wir mit Hochdruck arbeiten.“

Um den im Jahr 2008 festgestellten Fehlbedarf von mindestens 3.500 Lkw-Stellplätzen zu decken, hatte Herrmann ein Fünf-Punkte-Programm initiiert. Bis 2013 sollen 3.600 zusätzliche Parkplätze für die Lkw-Fahrer bereit stehen. In den Jahren 2008 bis 2010 konnten schon 927 Lkw-Stellplätze geschaffen werden. Derzeit sind 13 Maßnahmen mit 600 zusätzlichen Stellplätzen in Bau. 57 weitere Maßnahmen mit rund 2.600 Parkplätzen befinden sich im Stadium der Baugenehmigung bzw. in Planung. „Das ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit. Die Lkw-Fahrer finden leichter einen geeigneten Stellplatz, um die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten. Und die Pkw-Fahrer können in der Nacht sicherer in die Rastanlagen einfahren, ohne durch oftmals verbotswidrig abgestellte Lkw behindert oder gar gefährdet zu werden“, so der Innenminister. Herrmann weiter: „Leider stoßen Aus- und Neubaumaßnahmen häufig auf massiven Widerstand bei den Anliegern. Dennoch verfolgen wir mit Nachdruck das Ziel, bis 2013 die im Programm enthaltenen 3.600 zusätzlichen Stellplätze fertig zu stellen. Auch nach 2013 werden wir das Stellplatzangebot für Lkws weiter verbessern.“

Außerdem soll durch Zusammenarbeit mit den privaten Autohöfen auch deren Stellplatzangebot bestmöglich ausgeschöpft und erweitert werden. Ziel ist es, damit weitere rund 1.000 Stellplätze zu gewinnen. Bisher wurden rund 500 Stellplätze an Autohöfen zusätzlich geschaffen. Um eine optimale Auslastung vorhandener Stellplätze zu gewährleisten, erprobt die Straßenbauverwaltung des Weiteren verschiedene telematische Erfassungs- und Steuerungsmaßnahmen auf den Rastanlagen. Dadurch sollen die Lkw-Fahrer besser und frühzeitig über freie Stellplätze und belegte Anlagen informiert werden. Zu diesem Zweck wurden beispielsweise an der Rastanlage Vaterstetten Erdmagnetfeldsensoren getestet. Zwischen der Tank- und Rastanlage Nürnberg-Feucht und Köschinger Forst soll über Radarsensoren und Videoerfassung an den Ein- und Ausfahrten die Parkplatzbelegung ermittelt und gesteuert werden.

Den Aus- und Neubau von Rastanlegen finanziert der Bund über ein Sonderprogramm. Seit 2008 bis Ende 2010 wurden insgesamt rund 60 Millionen Euro investiert, für 2011 und 2012 sind mehr als 50 Millionen Euro vorgesehen.

Herrmann hat zugleich die bayerische Polizei angewiesen, vor allem den Einfahrtsbereich von Autobahnparkplätzen strenger zu kontrollieren und verbotswidrig geparkte Lkw, die eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen, sofort wegfahren zu lassen. Außerdem appellierte Herrmann an alle Pkw- und Lkw-Fahrer, vor allem nachts besonders vorsichtig in Autobahnparkplätze einzufahren und sich auf Behinderungen durch falsch geparkte Lkw einzustellen.

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