Landesweite Geschwindigkeitskontrollaktion

21. Juni 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken

„Bereits wenige Kilometer pro Stunde erhöhen nicht nur das Unfallrisiko sondern auch die Wahrscheinlichkeit dabei schwerste Verletzungen zu erleiden.“ Das sagte Innenminister Reinhold Gall am Dienstag, 21. Juni 2011 in Stuttgart, anlässlich der Bilanz einer landesweiten Geschwindigkeitskontrollaktion vom 30. Mai bis 12. Juni 2011. Deshalb sei es unumgänglich, diese Hauptunfallursache weiter konsequent zu bekämpfen.

Neben der Polizei hätten sich an der Aktion auch die Land- und Stadtkreise sowie die Kommunen beteiligt. Hierbei seien – vorrangig an besonders unfallträchtigen Stellen – über 129.500 Verstöße festgestellt worden. In über 16.100 Fällen sei die Geschwindigkeit um mehr als 20 Kilometer pro Stunde überschritten worden, in 1.286 Fällen sogar um über 40 Kilometer pro Stunde. In diesen Fällen habe der Fahrzeuglenker neben einem hohen Bußgeld und Punkten in der Verkehrssünderkartei auch mit einem Fahrverbot zu rechnen. Leider sei ein Motorradfahrer kein Einzelfall, der bei Erpfingen-Haid mit 201 Kilometer pro Stunde bei erlaubten 100 Kilometer pro Stunde gemessen worden sei. „Erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen sind unverantwortlich und keinesfalls akzeptabel. Deshalb müssen auch künftig weitere konsequente Geschwindigkeitskontrollen folgen“, sagte der Innenminister. Er appelliere an jeden Verkehrsteilnehmer, die zulässige Höchstgeschwindigkeit einzuhalten und sie den Verkehrsverhältnissen anzupassen.

13.701 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, 17.916 Verletzte und 183 tödlich Verletzte, laute die traurige Unfallbilanz der ersten fünf Monate diesen Jahres. „Für die Landesregierung hat die sichere Mobilität hohe Priorität. Deshalb verfolgt sie das Verkehrssicherheitsleitbild VISION ZERO – einen Straßenverkehr ohne Tote und Schwerverletzte“, so Innenminister Gall. Die Untersuchung der Unfälle zeige, dass durch angepasste Geschwindigkeit und Einhalten der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten nahezu 20 Prozent der Verkehrsunfälle mit Verletzten hätten verhindert werden können. 81 Menschen seien bei solchen Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Zusatzinformationen:

Spektakuläre Fälle im Zusammenhang mit der Schwerpunktaktion:

Ein 19-jähriger Autofahrer wird bei Münsingen außerhalb der Ortschaft mit 151 Kilometer pro Stunde (erlaubt: 100 Kilometer pro Stunde) gemessen.
Bei Pfullingen wurde ein Fahrzeugführer trotz schlechter Sicht und regennasser Fahrbahn mit 112 Kilometer pro Stunde (erlaubt: 70 Kilometer pro Stunde) gemessen.
Bei Emmendingen durchbricht ein Rollerfahrer nach festgestelltem Geschwindigkeitsverstoß die Kontrollstelle. Nach einer Verfolgungsfahrt wird das Fahrzeug gestoppt und festgestellt, dass das Fahrzeug zwangsentstempelt und der Fahrzeugführer nicht im Besitz eines Führerscheins ist.
Ein männlicher Fahrzeugführer überschreitet die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometer pro Stunde um über 70 Kilometer pro Stunde. Bei der Kontrolle wird eine Frau als Fahrerin festgestellt. Der Mann wechselte während der Fahrt den Platz, war betrunken und nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis.

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg

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