„Gefahr erkannt? Gefahr gebannt!“

20. Juni 2011 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Internet, Facebook, Online-Shopping: Das Internet ist aus dem Leben der meisten Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken. Und damit leider auch immer weniger aus dem von Kriminellen. Diese nutzen den oft sorglosen Umgang mit PINs und TANs aus, um schnell und unerkannt an viel Geld zu kommen. Die Internetkriminalität stieg zwischen 2009 und 2010 um 8,1 %. 81 % davon sind Betrugsdelikte, die oftmals mit der Verwendung einer falschen oder einer fremden Identität einhergingen.

Die Bayerische Staatsministerin der Justiz und Verbraucherschutz Dr. Beate Merk: „Mit einer fremden Identität ins Internet zu gehen, wird immer einfacher: Im Internet gibt es frei herunterladbare Programme, die gezielt ungeschützte W-LANs nach sogenannten Log-in-Daten absuchen. Diese Programme sammeln Daten und speichern sie dann auf dem Rechner des Schädigers ab. Ein Klick genügt ? und der Täter kann sich in die Accounts der ausgespähten Opfer einwählen.“

Experten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik kamen in einer umfassenden Studie zum Identitätsmissbrauch zum Schluss, dass es einen 100%ige Sicherheit im Internet nicht geben kann. Auch eine EU-weite Initiative zur Verschärfung des Strafrahmens von Delikten, die unter Ausnutzung einer fremden Identität begangen wurden, hilft nur begrenzt weiter.

Die Ministerin weiter: „Das oberste Gebot im Internetzeitalter heißt daher für jeden Einzelnen: Datenschutz! Jeder Nutzer muss selbst Vorsorge treffen, damit seine Zugangsdaten gesichert sind. Ganz wichtig ist, dass man möglichst keine persönlichen Daten per Mail oder am Telefon weitergibt. Die Sicherheit des eigenen Rechners hat oberste Priorität. Jeder Internetnutzer braucht ein Virenschutzprogramm, ein Spyware-Schutzprogramm und eine Firewall, die permanent auf dem neuesten Stand sind“, so die Ministerin.

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