Neues Polizeimuseum

16. Juni 2011 | Themenbereich: Niedersachsen, Polizei | Drucken

Die Polizeigeschichtliche Sammlung Niedersachsen erhält neue Räumlichkeiten in Nienburg und wird konzeptionell in die dortige Museen-Landschaft eingebettet. Der neue Standort Nienburg ermöglicht außerdem eine wissenschaftlich-methodische Begleitung der Sammlung durch die Polizeiakademie Niedersachsen. „Die Sammlung bewahrt die Tradition der niedersächsischen Landespolizei und hat damit eine große emotionale Bedeutung. Daneben ist die Vermittlung geschichtlicher Zusammenhänge und wissenschaftlicher Forschungsergebnisse ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung unserer jungen Polizeibeamtinnen und –beamten“, so Innenminister Uwe Schünemann. Deshalb bot es sich natürlich an, bei der Suche nach einer wirtschaftlicheren Liegenschaft auch Nienburg mit einzubeziehen, den Standort der Polizeiakademie Niedersachsen.

„Durch die unmittelbare Anbindung an den Akademiebetrieb wird eine professionelle museale Unterstützung ermöglicht, die sich auf die Gestaltung, den Aufbau und die Präsentation der Ausstellung bezieht“, freut sich der Leiter der Polizeiakademie, Johannes-Jürgen Kaul. Mit dem schon in der Vergangenheit bewährten Einsatz des promovierten Historikers und Polizeibeamten Dr. Dirk Götting wird in Verbindung mit den anderen Museen in Nienburg und der beratenden Unterstützung durch den Historiker Dr. Eilert Ommen die Polizeigeschichtliche Sammlung weiter aufgewertet. „Wir wollen durch die Einbettung der Sammlung in das städtische Konzept Nienburgs die Attraktivität deutlich steigern und die Besucherfrequenz erhöhen. Das wird auch das Prestige der Sammlung im wissenschaftlichen Umfeld verbessern“, ist sich Schünemann sicher. „Die Innenstadtlage, die gute Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel und der nahe Radwanderweg an der Weser werden dazu beitragen, die Besucherzahlen deutlich über 5000 pro Jahr zu steigern.

Die Sammlung von polizeilichen Exponaten und die Darstellung echter Kriminalfälle und Kriminalstücke auch aus der jüngeren Vergangenheit werden zukünftig noch abwechslungsreicher. Themenbezogene Wanderausstellungen sollen den Weg zu den Menschen in ganz Niedersachsen finden und an wechselnden Standorten einem viel breiteren Publikum präsentiert werden. Dazu werden Sonderausstellungen die Attraktivität der Sammlung erweitern. Damit wird die Ausstellung tages- und themenaktueller und für das Publikum und gerade für die Schulen noch interessanter. Die wirkungsvolle Zusammenarbeit mit dem Förderverein Polizeigeschichtliche Sammlung wird fortgesetzt und findet Unterstützung durch den Förderverein der Polizeiakademie, sowohl auf finanzieller, als auch logistischer Basis.

Das neu genutzte behindertengerechte Gebäude liegt in der Lange Straße 20 -22, direkt in der Fußgängerzone von Nienburg und verfügt über eine Gesamtnutzfläche von ca. 1400 qm. Davon werden im Erdgeschoß und 1. Obergeschoß ca. 700 qm für das neue Ausstellungskonzept verwendet.

Die noch freien Flächen stehen zukünftig der Polizeiakademie zur Verfügung. Durch den Umzug reduzieren sich die jährlichen Kosten für Miete und Unterhaltung von 280.000 Euro auf rund 54.000 Euro. Die Kosten für die erstmalige Herrichtung des Polizeimuseums betragen rund 50.000 Euro und werden über zugesicherte, zweck-gebundene Spenden von jeweils 10.000 Euro durch die Stadt Nienburg, den Landkreis, den Landschaftsverband Weser- Hunte e.V., das Museum Nienburg und die Stiftung der Sparkasse Nienburg finanziert

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