Kosten für eskalierende sogenannte Facebook-Partys trägt Einlader

14. Juni 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Initiatoren von aus dem Ruder gelaufenen sogenannten Facebook-Partys müsse klar sein, dass sämtliche Kosten von Polizei-, Feuerwehr- oder Rettungseinsätzen, über Sachbeschädigungen bis zur Müllentsorgung ihnen selbst in Rechnung gestellt würden, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, angesichts einiger Vorfälle am vergangenen Pfingstwochenende.

Witthaut: „Soziale Netzwerke im Internet bieten zahlreiche Möglichkeiten, Menschen zu einem Zweck zusammenzubringen. Wer ein solches Instrument nutzt, muss sich aber auch des Risikos bewusst sein, dass durch einen unbeabsichtigten Fehler oder womöglich grob fahrlässig statt 15 alten Schulfreunden plötzlich 500 erlebnisorientierte Jugendliche vor der Tür stehen und feiern wollen. Wenn dann die Polizei beispielsweise wegen alkoholbedingter Gewaltüber-griffe, Hausfriedensbruch oder Verwüstungen eingreifen muss, wird die nette Wiedersehens-Party für den Einlader schnell zum finanziellen Trauerspiel.“

Witthaut mahnte die Anbieter sozialer Netzwerke, auf die Konsequenzen unbedachter Bedienungsfehler oder beabsichtigten Missbrauchs deutlicher hinzuweisen. Es könne kaum im Interesse der Anbieter sein, häufiger im Zusammenhang mit Gewaltvorfällen, Vandalismus und Alkoholexzessen genannt zu werden. Der GdP-Vorsitzende: „Eskalierende Social-Network-Partys führen bei der Polizei zu völlig unnötiger Zusatzbelastung.“