Polizei Sachsen – jetzt ganz in Blau!

8. Juni 2011 | Themenbereich: Polizei, Sachsen | Drucken

Polizeiobermeisterin Katja Hartmann (35) vom Polizeirevier Aue war es, die heute als letzte sächsische Polizeibeamtin mit der neuen, blauen Uniform eingekleidet wurde. Erhalten hat sie diese von Innenminister Markus Ulbig. Mit der Übergabe der letzten blauen Uniform schloss er gleichzeitig das Einkleidungsprojekt „Blaue Uniform“ für die sächsische Polizei ab.

Am 14. Dezember 2009 hatten Innenminister Markus Ulbig und Landespolizeipräsident Bernd Merbitz gemeinsam in Dresden den symbolischen Startschuss für die Einkleidung mit der blauen Uniform gegeben. Seitdem haben die fast 9.600 Polizistinnen und Polizisten ihre neue Dienstkleidung empfangen. Mit der Polizeidirektion Südwestsachsen sind ab morgen (9. Juni 2011) Sachsens Polizeibeamte einheitlich in blauer Uniform im Dienst.

Innenminister Markus Ulbig: „Es ging uns nicht nur um eine neue Farbe. Die bisherige, aus den 70er Jahren stammende Uniform ist den Anforderungen an eine moderne Funktionskleidung nicht mehr gerecht geworden. Heute gibt es Stoffe, die leichter, stabiler und atmungsaktiver sind. Das verbessert nicht unerheblich die Arbeitsbedingungen der Beamtinnen und Beamten. Über die Hälfte von ihnen verrichtet rund um die Uhr und unter teils sehr schwierigen äußeren Bedingungen Dienst auf der Straße. Sie bestmöglich dafür auszustatten, das ist für den Freistaat eine Selbstverständlichkeit.“

Die neue Dienstkleidung kostete rund zehn Millionen Euro.
Zur neuen Uniform gehören nun u. a. eine Funktionshose in Sommer- und Winterausführung, ein Poloshirt sowie eine wind- und wetterfeste Softshelljacke und eine Twinjacke. Neu ist die Weste. Speziell für Polizistinnen: Anstelle der Krawatte gibt es ein Plastron.

Doch nicht nur die Uniform hat sich verändert. Mit der Neueinkleidung gibt es auch eine veränderte Logistik für die Versorgung in punkto Dienstkleidung. Wie in einem Versandhaus bestellt jeder Polizist zukünftig per Mail bzw. Fax die erforderliche Bekleidung. Mit der Dienstpost werden dann die bestellten Uniformteile zugeschickt. Die Lagerung sowie die Auslieferung erfolgen zentral von Leipzig aus. Die drei bisherigen Anlaufstellen (Leipzig, Dresden, Chemnitz) bleiben lediglich als Servicepunkte. Dort erfolgen die Ausgabe von Spezialkleidung und Sonderausrüstung sowie die Maßabnahme.
Das neue Verfahren ist schneller, wirtschaftlicher und spart Lagerkapazität.

Zahlen und Fakten:
2008 wurde unter dem damaligen Innenminister Albrecht Buttolo die neue Uniform für die sächsische Polizei beschlossen.
Wie diese in Farbe, Funktionalität und Qualität sein soll, dazu war die Meinung der zukünftigen Trägerinnen und Träger gefragt. Letztlich unter zwei zur Wahl stehenden Modellen (aus Hessen und Brandenburg) stimmten über 80 Prozent für das Brandenburger.
Anschließend erfolgte die europaweite Ausschreibung des Auftrages. Den Zuschlag erhielten zum überwiegenden Teil Unternehmen aus Sachsen, Thüringen und Bayern.
Seit Mitte Juli 2008 lief das Projekt „Einkleidung“. Die Einkleidung selbst konnte heute, ein halbes Jahr früher als avisiert, abgeschlossen werden.
Es wurden 430.000 Einzelstücke in mehr als 700 verschiedenen Bekleidungsartikeln und Größen an den Mann bzw. die Frau gebracht – das waren 15 Kilometer laufende Meter Kleiderstangen.

Sachsen ist das 14. Bundesland, dessen Polizei nun eine blaue Uniform trägt.

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