DPolG fordert besseren Schutz wichtiger Infrastrukturen

8. Juni 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, hat anlässlich des Brandanschlags auf die Berliner S-Bahn eine neue Risikobewertung wichtiger Infrastrukturen in Deutschland gefordert.

„Dieser Anschlag hat terroristische Qualität und gezeigt, wie verletzlich wir sind. Wir müssen daher überprüfen, ob die Maßnahmen zum Schutz solcher Anlagen noch ausreichend sind“, sagte Wendt. Dies gelte nicht nur für das Verkehrsnetz, sondern auch für die Strom- und Wasserversorgung.

Gleichzeitig warnte der DPolG-Chef vor möglichen Nachahmungstätern: „Die Linksterroristen haben gesehen, was für einen großen Effekt sie mit minimalem Aufwand erzielen können. Wir müssen deswegen damit rechnen, dass es auch künftig zu ähnlichen Anschlägen kommt, und das nicht nur in Berlin.“

Wendt forderte eine konsequentere Bekämpfung des Linksextremismus: „Wir müssen den Kampf gegen den wachsenden linken Terror intensivieren. Politische Verharmlosung ist hier das falsche Signal.“

Stattdessen müssten Behörden wie der Verfassungsschutz und der polizeiliche Staatsschutz gestärkt werden, so Wendt. Zudem brauche es Spezialisten, um die linksextreme Szene im Internet effektiver zu bekämpfen. Dort fänden sich auf einschlägigen Seiten zahlreiche Anleitungen für diverse Anschläge, gerade auch auf Einrichtungen und Anlagen der Bahn.

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