Neue Sporthalle in der JVA Volkstedt

7. Juni 2011 | Themenbereich: Sachsen-Anhalt, Strafvollzug | Drucken

Justizministerin Prof. Dr. Angela Kolb hat am Montag, dem 6. Juni 2011, die neue Kleinsporthalle in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Volkstedt eingeweiht. „Sport ist während einer Haftzeit enorm wichtig“, so die Ministerin. „Die Gefangenen betätigen sich nicht nur körperlich und erfahren eine Abwechslung vom Haftalltag. Sie sind zugleich gefordert, Regeln zu akzeptieren und einzuhalten sowie vor allem in Mannschaftssportarten Toleranz zu entwickeln und sich für ein Team einzusetzen. Der Sport vermittelt damit soziale Kompetenzen, die den Inhaftierten Wege zu einem straffreien Leben nach der Haftzeit aufzeigen. Die Inbetriebnahme der neuen Sporthalle schafft dafür gute Voraussetzungen in der JVA Volkstedt.“

Die Kleinsporthalle befindet sich direkt auf dem JVA-Gelände und entstand durch den Umbau der ehemaligen Schlosserei. Es standen finanzielle Mittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von 1,41 Mio. Euro zur Verfügung. Die Bauleitung lag beim Landesbetrieb Bau, in dessen Auftrag 17 Firmen aus Mitteldeutschland mit der Umsetzung des Bauvorhabens beschäftigt waren. Baustart war zu Jahresbeginn 2010.

In der Sporthalle können künftig Volleyball, Fußball, Badminton, Basketball und Tischtennis gespielt werden. Da es sich um eine Ein-Feld-Halle handelt, ist nur Übungs- und kein Wettkampfbetrieb möglich. Neben den Gefangenen erhalten auch die Bediensteten in der neuen Sporthalle die Möglichkeit Sport zu treiben. Bisher verfügte die JVA Volkstedt nur über ein Kleinspielfeld im Freien.

Nach § 67 des Strafvollzugsgesetzes (StVollzG) ist Gefangenen in ihrer Freizeit die Möglichkeit einzuräumen, sich neben anderen Beschäftigungen auch sportlich zu betätigen. In der JVA Volkstedt verbüßen derzeit 216 Gefangene eine Haftstrafe im geschlossenen bzw. offenen Vollzug.

Hintergrund

Die Anlage der heutigen JVA Volkstedt wurde im Jahr 1942 als Arbeitslager auf dem Gelände der damaligen Mansfeld AG errichtet. Die Baracken dienten kurze Zeit später auch als Kriegsgefangenen- und Quarantänelager. In DDR-Zeit war das Gelände zunächst Haftarbeitslager und Arbeitserziehungskommando. Seit 1974 befindet sich auf dem Areal eine Einrichtung des Strafvollzugs ausschließlich für männliche erwachsene Strafgefangene. Seit 1991 sind in Volkstedt auch Abschiebungshäftlinge untergebracht.

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