Verkehrskontrolltag „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“

6. Juni 2011 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

Im vergangenen Jahr hatte die rheinland-pfälzische Polizei den Landeskontrolltag „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ auf einen Montagmorgen gelegt und dabei eine vergleichsweise hohe Anzahl von unter Drogeneinfluss stehenden Fahrern festgestellt. Auch in diesem Jahr kontrollierte die Polizei deshalb wieder an einem Montagmorgen. Ziel war die Entdeckung von Fahrten unter Restalkohol oder Drogeneinfluss in der Nachwirkung des Wochenendes.

„Wer unter Einfluss von Alkohol oder Drogen am Straßenverkehr teilnimmt, bringt nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern riskiert in unverantwortlicher Weise das Leben und die Gesundheit anderer Menschen. Deswegen werden unsere Anstrengungen zur Bekämpfung dieser Hauptunfallursache nicht nachlassen“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Zwar seien die Unfallzahlen in diesen Bereichen im vergangenen Jahr leicht rückläufig gewesen. Dennoch ereignete sich im Durchschnitt noch immer fast alle drei Stunden ein Unfall unter dem Einfluss berauschender Mittel. „Das Entdeckungsrisiko muss auf einem hohen Niveau bleiben“, so Lewentz.Nach der polizeilichen Verkehrsunfallbilanz verunglückten im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz 1.086 Personen in Zusammenhang mit Unfällen unter Alkoholeinfluss. Hierbei wurden 14 Menschen getötet, 300 schwer und 772 leicht verletzt. Der Alkoholisierungsgrad der Verursacher reichte von weniger als 0,5 Promille bis über 2,5 Promille. Zudem ereigneten sich insgesamt 312 Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss, bei denen vier Menschen zu Tode kamen, 37 schwer und 125 leicht verletzt wurden. Auch LKW- und Radfahrer waren unter den Verursachern zu finden.

Während sich die Problematik der alkoholbedingten Verkehrsunfälle über nahezu alle Altersgruppen erstreckt, zählen zu den Verunglückten und Verursachern bei Unfällen unter Drogeneinfluss überwiegend die „Jungen Fahrer“ (18 bis 24-jährige). Obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur 8,4 Prozent beträgt, sind sie mit fast 45 Prozent überproportional an diesen Unfällen beteiligt. „Auf diese Risikogruppe müssen wir besonders eingehen“, betonte der Innenminister. Neben den Kontrollmaßnahmen setze die rheinland-pfälzische Polizei gezielt auf Prävention, beispielsweise mit 230 ausgebildeten Moderatorinnen und Moderatoren, die sich gezielt an diese Risikogruppe wenden. Die aus der Polizeipraxis stammenden und meist dort noch tätigen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten erreichten alleine im letzten Jahr rund 37.000 Adressaten, dazu gehören neben jungen Verkehrsteilnehmern ab 15 Jahren auch deren Umfeld wie Lehrer, Eltern und Ausbildungsbetriebe.

Die Ergebnisse des Kontrolltages im Überblick:

Am Montagvormittag stellte die rheinland-pfälzische Polizei 17 Autofahrer unter Alkoholeinfluss fest. 10 Fahrzeugführern wurde eine Blutprobe entnommen. Zudem fielen 56 Verkehrsteilnehmer auf, weil sie im Verdacht standen, unter Drogeneinwirkung gefahren zu sein. Insgesamt wurden 4 763 Fahrzeugführer während der neunstündigen Großkontrolle in ganz Rheinland-Pfalz überprüft, bei der 555 Polizistinnen und Polizisten eingesetzt waren. Die Wasserschutzpolizei kontrollierte darüber hinaus 36 Schiffsbesatzungen.

Gegen 14 Fahrzeugführer musste ein Strafverfahren wegen Fahrens unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss eingeleitet und der Führerschein einbehalten werden. 59 Fahrzeugführer können wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung mit einem Bußgeldbescheid von mindestens 500 Euro (bei Erstverstoß) rechnen, 13 Fahrzeugführern wird mindestens ein einmonatiges Fahrverbot auferlegt. Zusätzlich verhinderten in 8 Fällen die Einsatzkräfte eine Fahrt unter Alkoholeinfluss, weil der Fahrtantritt rechtzeitig unterbunden werden konnte. Zudem waren 56 Strafverfahren u.a. wegen unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln einzuleiten.

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