DPolG fordert konsequente Bestrafung alkoholisierter Gewalttäter

6. Juni 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Aus Anlass der tödlichen Prügelattacke auf dem Bahnhof Rostock-Warnemünde fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) einen konsequenteren Umgang mit gewalttätigen, oftmals alkoholisierten Straftätern.

Die Hemmschwelle sei in den letzten Jahren gesunken, Überfälle werden immer brutaler und nicht selten führe die Alkoholisierung von Tätern dazu, dass Gerichte von einer Verurteilung nach schwersten Straftaten absehen, beklagt der stellvertretende Bundesvorsitzende Joachim Lenders.

Die sich in der letzten Zeit häufenden Übergriffe im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs sind nach Ansicht der DPolG auch Folge einer gesellschaftlichen Entwicklung, die gewinnorientierten Bahnbetreibern und privaten Sicherheitskräften Vorrang gegenüber polizeilicher Präsenz einräumt.

Die Videoaufzeichnung auf Bahnhöfen begünstigt die Beweiserhebung, ersetzt aber nicht die notwendige Anwesenheit von Bahnpersonal und Polizisten, die bereits aufgrund ihrer Anwesenheit Übergriffe von vornherein verhindern könnten.

Im Nachrichtensender n-tv erklärte der DPolG Bundesvorsitzende Rainer Wendt: „Notwendig ist ein verändertes gesellschaftliches Bewusstsein. Wer durch derartige gewalttätige Aktionen einen anderen in die Gefahr des Todes bringt oder diesen billigend in Kauf nimmt, muss damit rechnen, dass er dafür mehrere Jahre hinter Gittern verbringen muss; das verstehen selbt Betrunkene“.

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