„Gesicht zeigen gegen rassistische Gewalt“

6. Juni 2011 | Themenbereich: Berlin, Innere Sicherheit | Drucken

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, nimmt am Mittwoch, 8. Juni 2011, ab 10 Uhr im Wappensaal des Berliner Rathauses an der feierlichen Verleihung des „Bandes für Mut und Verständigung 2011″ teil. Der Preis wird nach den Übergriffen in Hoyerswerda seit 1991 durch das auf Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes Berlin-Brandenburg gegründete Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit vergeben. Die Preisübergabe erfolgt im Wechsel durch den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg und den Regierenden Bürgermeister.

Wowereit: „Berlin ist eine durch Offenheit und Toleranz bestimmte Metropole, in der Menschen aus aller Welt friedlich zusammenleben. Das macht das Ansehen Berlins aus. Liberalität und Gewaltfreiheit sind fragile Güter, für deren Verteidigung die Zivilgesellschaft immer wieder von neuem eintreten muss. Wir müssen Gesicht zeigen gegen jede Form rassistischer, antisemitischer und fremdenfeindlicher Gewalt. Das ‚Band für Mut und Verständigung‘ ist ein Preis, der Menschen und Initiativen auszeichnet, die sich in dieser wichtigen gesellschaftlichen Auseinandersetzung auf vorbildliche Weise hervorgetan haben.“ Der Preis, so Wowereit weiter, sei eine wichtige Ermutigung für Menschen in der gesamten Region Berlin-Brandenburg, die sich für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen einsetzten.

Der Regierende Bürgermeister sagte weiter: „Das Bündnis, das den Preis vergibt, feiert 2011 das 20. Jahr seines Bestehens. Das ist ungewöhnlich für eine solche Initiative, die ihre Entstehung einer damals eher spontanen Welle der Empörung verdankt. Allen, die seitdem das Anliegen der Werbung für Toleranz in unserer Gesellschaft unterstützt haben, gebührt Dank für ihr tätiges Engagement.“

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2011: Die stammende Bernauer Dolmetscherin Ursula Nikitenko kümmert sich aktiv um die Integration russischsprachiger Zuwanderer. Das 2007 gegründete Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ kämpft gegen Fremdenfeindlichkeit und Neofaschismus für Demokratie und Toleranz. Der Berliner Dirk Stegemann wendet sich gegen Rechtspopulismus und setzt sich für die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus ein. Der ASV – Moabit Basketball Club Berlin beweist überdurchschnittlichen Einsatz im Bereich interkultureller Jugendarbeit und Gewaltprävention.

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