Minister Friedrich besucht GSG 9

1. Juni 2011 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Die GSG 9 agiert meist im Verborgenen. Ausbildung und Training findet meist unter Ausschluss der
Öffentlichkeit statt. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich gewann anlässlich eines Besuches bei der Spezialeinheit der Bundespolizei in St. Augustin am 1. Juni einen direkten Einblick.

Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums Potsdam, Matthias Seeger, und der Leiter der GSG 9 Olaf Lindner begrüßten den Minister und konnten mit Stolz durch das dann folgende Programm führen: Zunächst wurde eine kurze Einführung in die Aufgaben und die Organisation der GSG 9 gegeben, um dann – mit Hinblick auf die erste Einsatzdemonstration – maritime Einsatzkonzepte zu erläutern.

Anschließend begab sich der Minister mit den Einsatzbooten auf den Rhein. Friedrich war mitten im
Geschehen, als der fingierte Zugriff auf das anvisierte Zielschiff – die Rheinfähre „Beethoven“-
erfolgte. „Ich bin hochbeeindruckt von dieser Übung. Hier muss sich jeder wirklich hundertprozentig auf jeden Kollegen verlassen können. Jede Bewegung sitzt und ist auch zeitgenau abgestimmt. Und das bei einem gleichzeitigen Einsatz von Hubschraubern und Booten sowie verschiedenster Technik.“

Beim anschließenden Stehempfang am Standort der Bundespolizei nutzte Friedrich dann ausgiebig die Gelegenheit, von den Beamten der Spezialeinheit möglichst viele Details über ihre Arbeit zu erfahren.

Anschließend folgte eine Vorstellung der operativen Technik, die zur Aufklärung bei besonderen
Lagen angewendet wird, aber auch, um sich Zugang zu verschiedenen Objekten zu verschaffen.
Im Schieß- und Ausbildungszentrum konnte der Minister sich dann erneut von Präzisionsarbeit der GSG 9-Beamten überzeugen: Ein Fallschirmspringer landete geschmeidig auf dem Dach des Gebäudes, ein Präzisionsschütze demonstrierte sein Können und am Körper einer „Geisel“ wurde eine „Sprengvorrichtung“ entschärft. Die Demonstration medizinischer Erstversorgung von „Verletzten“ im Einsatz bildete den Abschluss des Besucherprogramms.

„Die GSG 9 genießt auch international einen hervorragenden Ruf“, lobte Friedrich, der kurz zuvor
von einer Auslandsreise aus Indien zurückgekehrt war. „Wir sind sehr stolz auf Sie!“ ließ der
Minister die Einsatzkräfte vor Ort wissen.

Anlass zur Einrichtung der Spezialeinheit war einst die Geiselnahme von München bei den
Olympischen Spielen 1972 gewesen. Nur etwa drei Wochen nach diesem schrecklichen Ereignis wurde am 26. September 1972 die GSG 9 aufgestellt. Die erfolgreiche Beendigung der Entführung des Flugzeugs „Landshut“ in Mogadischu in der Nacht zum 18. Oktober 1977 hatte der GSG 9 große Anerkennung und ein hohes Ansehen unter den Spezialeinheiten der Welt gebracht.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.