DPolG fordert staatliche Vorleistung für verletzte Polizeibeamte

1. Juni 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt die Maßnahmen von Innenminister Herrmann, das tatsächliche Ausmaß der Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und –beamte sichtbar zu machen.

DPolG-Landesvorsitzender Hermann Benker freut sich, dass die im Jahr 2008 gestartete Initiative seiner Gewerkschaft aufgegriffen wurde. Gleichzeitig bekräftigt er seine Forderung an die Bayerische Staatsregierung, die Polizeibeamten bei der Durchsetzung von Schmerzensgeldansprüchen gegen mittellose Gewalttäter zu unterstützen und gegebenenfalls in Vorleistung zu treten.

Außerdem muss die Abwicklung der Dienstunfallformalitäten endlich erleichtert werden.

Benker betont, dass fundierte Auswertungen von Widerstandsfällen und Gefährdungsanalysen längst überfällig waren. „Damit bekommt der tägliche Wahnsinn nun buchstäblich ein Gesicht. Bislang ist mit dem Straftatbestand „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ nur ein Teil der Gewalt gegen Polizeibeamte in der Statistik sicht-bar gewesen. Bayern hat mit der Erstellung seines eigenen Lagebildes den richtigen Weg beschritten. Erkenntnisse daraus werden künftig die Grundlage für Verbesserungen bei der Führung, Taktik, Aus- und Fortbildung, Ausrüstung und dem Recht bilden.

Die DPolG appelliert an die Staatsregierung, verletzte Polizeibeamte nicht länger mit der Durchsetzung von Schmerzensgeldansprüchen allein zu lassen.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.