Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen!

30. Mai 2011 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Anlässlich der Führungskräftetagung in Blumberg hielt der Bundesinnenminister Dr. Friedrich seine erste Rede vor ca. 300 Führungskräften der Bundespolizei.

Die BPOL, so Friedrich, ist eine stützende Säule der Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland und nimmt dadurch bei der Bevölkerung eine Schlüsselposition ein. Die Ziele und Ausrichtung der Bundespolizei sind dabei Chefsache, so der Minister.

Jeder Behördenapperat ist jedoch immer nur so gut, wie die dort beschäftigten Menschen motiviert sind und dadurch inneren Antrieb haben. Deshalb muss der Mensch bei der Bundespolizei im Mittelpunkt stehen!

Die Strukturen der Bundespolizei müssen immer an die Realität angepasst werden. Deshalb war der Bericht der “Werthebach-Kommission” auch ein wichtiger Impuls. Eine Fusion der BPOL mit dem BKA wie darin vorgeschlagen wird es jedoch nicht geben. Eine vertiefende Zusammenarbeit zur Effizienzsteigerung auf verschiedenen Bereichen ist jedoch vorgesehen.

Die personelle Umsetzung der Neuorganisation trotz des täglichen Alltags zu bewältigen und die damit einhergehende Zusatzbelastung der Beschäftigten, ist eine große Leistung. Das die Neuorganisation und andere Faktoren zu einem hohen Belastungsgard führt, haben sowohl die Beerlage-Studie als auch die durch die GdP Bezirk Bundespolizei iniitierte KLARTEXT-Studie ergeben. BMI Friedrich nimmt die Ergebnisse der Studien sehr ernst und will baldige Abhilfe in Angriff nehmen. Dies insbesondere durch

  • Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Männer und Frauen
  • Gleichstellung von Männrn und Frauen und Erhöhung des Frauenanteils bei der BPOL
  • Steigerung der Attraktivität von Auslandseinsätzen, für die eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden ist
  • Die Entwicklung von Personalentwicklungskonzepten und
  • Verbesserung in der Aus- und Weiterbildung.

Die Führungskräfte der Bundespolizei sind in jedem Fall besonders gefordert und müssen sich stets selbst fragen, wie sie die Beschäftigten für den Dienst motivieren. Dabei ist auch konstruktive Kritik wünschenswert.

Wegen der großartigen Entwicklung in den letzten 60 Jahren genießt die BPOL ein hohes Ansehen und hat trotz allen Problemen eine hohe Attraktivität als interessanter Arbeitgeber besonders in den Ballungsgebieten. Die Beibehaltung der 3-geteilten Laufbahn hat sich lt. BMI Friedrich dafür als richtig bewiesen.

Das unangenehmste Thema, so Friedrich, sind Stelleneinsparungen bei der Bundespolizei, die trotz der schlechten Haushaltslage über zeitgemäße Führungs- und Einsatzmittel verfügt und damit rechnen muss auch bei weiterem Aufgabenzuwachs kein zusätzliches Personal zu erhalten.

1 Kommentar
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  1. „…Wegen der großartigen Entwicklung in den letzten 60 Jahren genießt die BPOL ein hohes Ansehen und hat trotz allen Problemen eine hohe Attraktivität als interessanter Arbeitgeber besonders in den Ballungsgebieten. Die Beibehaltung der 3-geteilten Laufbahn hat sich lt. BMI Friedrich dafür als richtig bewiesen….“

    Polizei von gestern!
    Was bedeutet die gepriesene Attraktivität als Streifenbeamter im mittleren Dienst in der Bundespolizei?
    Als Polizeiobermeister ( A8 ) in Pension zu gehen, finde ich persönlich als wenig attraktiv.
    Derzeit warten ca. 10.000 (!) Polizeiobermeister in jedem Lebensalter auf die Möglichkeit einer Beförderung nach A9., obwohl die Stellen im Einzeldienst nach A8/9z ausgewiesen sind.
    Wer sollte von einem Gehalt nach A8 in einem Ballungsgebiet seine laufenden Kosten bestreiten können?
    Wieso soll eine Steigerung der Attraktivität von Auslandseinsätzen angestrebt werden?
    Es fehlt ja selbst für viele Polizeibeamte die Attraktivität im Inland Dienst auf der Straße zu machen. Es muß schliesslich einen Grund dafür geben, wieso die Führungsgruppen und Stäbe personell stärker besetzt sind als die eigentlichen Dienstgruppen.
    Vielleicht sollte sich Minister Friedrich zukünftig besser auf seine Reden vorbereiten.
    Von Fachkompetenz keine Spur.

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