65 Jahre Polizeiverwaltungsamt

20. Mai 2011 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Im Rahmen der Feier zum 65-jährigen Jubiläum des Bayerischen Polizeiverwaltungsamtes (PVA) in Straubing hat Innenminister Joachim Herrmann die bisherige Präsidentin Ilse Schedl in den Ruhestand verabschiedet und ihren Nachfolger Gerold Mahlmeister in das Amt eingeführt. Der Innenminister dankte Präsidentin Schedl für ihr Engagement in den mehr als 42 Jahren bei der Bayerischen Polizei: „Fast 20 Jahre leitete Ilse Schedl das Polizeiverwaltungsamt. Damals hatte sie als erste Frau eine der höchsten Führungspositionen bei der Bayerischen Polizei inne“, betonte Herrmann.

Der Innenminister bezeichnete die scheidende Präsidentin und Trägerin des Verdienstsordens der Bundesrepublik Deutschland als eine „erfahrene Führungspersönlichkeit, der es vortrefflich gelang, die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des PVA ungebrochen zu erhalten“. Herrmann würdigte auch ihr Engagement in den verschiedenen gewerkschaftlichen Gremien. Von 1996 bis 2000 war sie Vizepräsidentin des Internationalen Beamtenbundes und fast zeitgleich Generalsekretärin der Vereinigung unabhängiger Gewerkschaften in Brüssel.

Der 54-jährige Gerold Mahlmeister, ihr Nachfolger, startete seine Polizeilaufbahn im Dezember 1984 beim Polizeipräsidium München. Sowohl in München als auch später beim Polizeipräsidium Oberbayern war er mit Disziplinarangelegenheiten und Regressfragen betraut. 1989 übernahm er die Leitung der Abteilung Versorgung beim Polizeipräsidium Oberfranken, 1993 die Leitung des Sachgebietes Einsatz in Ingolstadt. Ab 1994 wurde er für drei Jahre Abteilungsleiter Versorgung bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei. 1997 wechselte er als Leiter des Einsatzbereiches zur damaligen Polizeidirektion Bamberg. Im Jahr 2000 wurde er mit der Leitung der Abteilung Einsatz beim Polizeipräsidium Unterfranken beauftragt und im Januar 2007 zum Vizepräsidenten ernannt. „Sein dienstlicher Werdegang macht deutlich, dass wir mit Ihnen einen würdigen Nachfolger gefunden haben“, bescheinigte der Minister dem Schedl-Nachfolger.

Zum 65-jährigen Bestehen des Polizeiverwaltungsamtes sagte Herrmann, es könne auf eine bewegte, wechselvolle Geschichte zurückblicken. „Hier werden wertvolle Spezialdienste geleistet, die der gesamten Bayerischen Polizei sehr zugute kommen“, stellt Herrmann fest. Als Landesbeschaffungsamt für Polizeiausrüstung nahm es am 1. Mai 1946 in München seine Arbeit auf. Ab September 1968 wurde es zum Bayerischen Polizeiverwaltungsamt umbenannt und erhielt weitere Aufgaben, wie beispielsweise Waffen- und Fernmeldewerkstätten. Eine bis heute bestehende Zuständigkeit erhielt das PVA ab dem 1. Januar 1969 mit der Errichtung der Zentralen Bußgeldstelle. 1999 wurde es Zug um Zug endgültig vom Beschaffungs- zum Verkehrsamt umstrukturiert. Die zentrale Bearbeitung von Verkehrsordnungswidrigkeiten wurde ab 2005, die Ahndung von Alkoholverstößen durch Fahranfänger im Jahr 2007 und die Ahndung von bestimmten Verstößen gegen das Naturschutzgesetz und die Strahlenschutzverordnung !
im Jahr 2009 übernommen. Herrmann: „Dass das PVA wichtige Beiträge zur bayerischen Verkehrssicherheit leistet, zeigen die Zahlen des vergangenen Jahres. Über zwei Millionen Verwarnungen wurden erteilt, knapp 70.000 Fahrverbote mussten verhängt und nahezu 850.000 Bußgeldbescheide erlassen werden.“

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