Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

19. Mai 2011 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Heute, am internationalen Tag gegen Homophobie hatten sich ca. 70 Lesben und Schwule, sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Schwerin und Umgebung am Pfaffenteich zusammengefunden, um sich an einer bundesweiten Aktion zu beteiligen. Unter den Teilnehmern in Schwerin die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Frau Angelika Gramkow.

Der LSVD-Landesverband der Lesben und Schwulen in MV Gaymeinsam e.V. und seine Mitgliedsvereine, wie der Verein lesbischer und schwuler Polizeibediensteter in Mecklenburg-Vorpommern (VelsPol M-V) hatte im Land zu dieser Veranstaltung eingeladen. So wurden um 19 Uhr in Stralsund und Schwerin Luftballons mit Karten und einer persönlichen Botschaft eines jeden Teilnehmers in den Himmel empor gelassen.

Der Vorsitzende des LSVD- Landesverbandes MV Gaymeinsam e.V. erinnerte in Schwerin stellvertretend in seiner Rede daran, dass in unserem Land Homophobie nicht nur am 17.Mai, sondern an 365 Tagen im Jahr ein Thema ist. Nicht selten werden Schwule, Lesben und Transsexuelle in vielen Lebensbereichen Opfer homophober Gewalt im Land. Wörter wie „Schwule Sau“ oder „Schwuchtel“ sind nicht nur an den Schulen gern genutzte Schimpfwörter. Von Beleidigungen, Sachbeschädigungen bis hin zu Körperlverletzungen wird berichtet. Leider trauen sich viele Betroffene nicht, dies zur Anzeige zu bringen. Aus Angst von den Beamten nicht ernst genommen zu werden oder aber auch vor weiterer Diskriminierung seitens der Kolleginnen und Kollegen, schweigen viele Opfer.

Opfer von Homophobie haben im Land die Möglichkeit, sich über den LSVD-Landesverband MV Gaymeinsam e.V. oder über VelsPol M-V Beratung und Hilfe zu holen. Unsere gemeinsame Forderung, der Mitgliedsvereine des LSVD- Landesverbandes und VelsPol M-V nach einem Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (AgL) bei der Landespolizei, ist seit Jahren eine zentrale Forderung, um das Dunkelfeld dieser Straftaten aufzuhellen.

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