Großkontrolle: Signal im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität

18. Mai 2011 | Themenbereich: Polizei, Sachsen | Drucken

Mit einer weiteren landesweiten Großkontrolle setzten sächsische Polizei und Bundespolizei ein weiteres Signal im Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität. Es war die nunmehr fünfte derartige Aktion in diesem Jahr. Unterstützung gab es auch diesmal von polnischen Kollegen.
Mehr als 600 Beamte kontrollierten von Montagmittag an bis in die Nachtstunden auf sächsischen Autobahnen, Bundesstraßen und Staatsstraßen.

Die Bilanz der Kontrollen:

knapp 3.500 Fahrzeuge und über 3.700 Personen wurden kontrolliert,
über 650 Fahrzeuge und 160 Personen wurden durchsucht,
32 Straftaten, darunter vier Eigentumsdelikte und 14 Verkehrsstraftaten sowie 369 Ordnungswidrigkeiten wurden registriert,
ein mit Haftbefehl gesuchter Mann wurde festgenommen.

Einsatzsplitter:

Der mit Haftbefehl gesuchte Mann (21) aus Polen wurde am Montagabend in Zittau festgenommen. Er soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Grund für den Haftbefehl ist ein im Jahre 2008 begangener Ladendiebstahl.

In Radebeul wurde ein VW Passat gestoppt. Im Kofferraum lagen Kaffee, Süßwaren und Spirituosen, deren Mengen den Umfang eines normalen Einkaufs sprengen. Auf den Preisetiketten waren die Filial- sowie Handelsnummern unkenntlich gemacht. Die beiden tschechischen Insassen (34 und 35 Jahre) konnten weder den Kauf der Waren belegen noch etwas zu ihren Einkäufen sagen. Einer der Männer ist der Polizei bereits als Ladendieb bekannt. Die Waren wurden sichergestellt. Nach den polizeilichen Maßnahmen konnten die beiden Männer ihre Reise fortsetzen.

Hochwertige Kosmetik in Größenordnung fanden Polizisten im Kofferraum eines Audi A4. Diesen hatten die Beamten in Altenberg angehalten und kontrolliert. Die 29 und 51 Jahre alten Männer, die mit dem Auto Richtung Tschechien unterwegs waren, konnten die Herkunft der Sachen nicht erklären. Die Waren wurden sichergestellt.

Einen gestohlenen Audi A4 stellten Einsatzkräfte auf der BAB 4 sicher. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs bemerkten die Beamten Fälschungsmerkmale an der Fahrzeugidentifizierungsnummer (FIN). Die weitere Überprüfung ergab, dass der Pkw Anfang März letzten Jahres in Polen gestohlen worden war. Ein Verdacht gegen die beiden polnischen Fahrzeuginsassen konnte nicht erhärtet werden.

Die Ermittlungen zum Diebstahl des Audi sowie zu den beiden anderen genannten Fällen dauern an.

Innenminister Markus Ulbig:
„Diese Kontrollergebnisse zeigen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Solche Fahndungsaktionen stärken das Sicherheitsgefühl der Menschen in Sachsen. Straftäter sollen wissen, dass sie hier keine ruhige Kugel schieben können. Sie müssen jederzeit und an jedem Ort damit rechnen, gestellt zu werden.“

Die landesweiten Großkontrollen finden seit einem Jahr in unregelmäßigen Abständen statt.

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