Mindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen

16. Mai 2011 | Themenbereich: Security | Drucken

Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen, Wolfgang Waschulewski, zeigt sich erfreut darüber, dass die Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für Sicherheitsdienstleistungen (Sicherheitsdienstleistungsarbeitsbedingungenverordnung – SicherheitArbbV) am 1. Juni 2011 in Kraft tritt.Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat diese Verordnung am 11. Mai im Bundesanzeiger veröffentlicht (http://www.bmas.de/portal/51688/2011__05__11__VO__Sicherheitsdienstleistungen.html).
Damit gilt der zwischen dem BDWS und der Gewerkschaft ver.di am 11. Februar 2011 in Berlin unterzeichnete Mindestlohn-Tarifvertrag ab dem 1. Juni 2011 für alle in- und ausländische Unternehmen sowie deren Beschäftigten, wenn diese Sicherheitsdienstleistungen in der Bundesrepublik Deutschland anbieten, so Wolfgang Waschulewski.

Die neuen Mindestlöhne führen insbesondere für die Sicherheitsmitarbeiterinnen und Sicherheitsmitarbeiter in den ostdeutschen Bundesländern in den nächsten Jahren zu deutlichen Lohnerhöhungen und zu einer deutlichen Angleichung der Stundengrundlöhne.

Ab 1. Januar 2013 gilt in 12 von 16 Bundesländern ein einheitlicher Stundengrundlohn von 7,50 EUR. In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen, die bereits heute höhere Mindestlöhne haben, liegt dieser Stundengrundlohn darüber.

Der BDWS-Präsident machte aber deutlich, dass dieser Mindestlohn für die einfachsten Tätigkeiten im Sicherheitsgewerbe gilt. Die Privaten Sicherheitsdienste hätten sich in den letzten Jahren zu einem „Allround-Sicherheitsdienstleister“ entwickelt, die in den unterschiedlichsten Aufgabengebieten der privaten und öffentlichen Sicherheit tätig seien. Diese Tätigkeiten würden sich auch in den Lohnstrukturen widerspiegeln. Insgesamt habe der BDWS über 350 Tätigkeiten in den 16 Bundesländern tarifiert. Davon lägen 200 Stundengrundlöhne bereits heute über 8,00 EUR. Waschulewski forderte die öffentlichen und privaten Auftraggeber auf, dies bei ihrer Auftragsvergabe zu beachten. „Eine qualifizierte Sicherheitsdienstleistung erfordert entsprechend ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese seien nicht zum Mindestlohn erhältlich,“ so Waschulewski.

Abschließend bedankte sich Wolfgang Waschulewski bei den verschiedenen Institutionen, die den BDWS bei der Einführung eines Branchen-Mindestlohnes unterstützt haben. „Es waren vier harte Jahre, in denen wir zahlreiche externe aber auch einige interne Widerstände zu überwinden hatten.“ Namentlich bedankte sich der BDWS-Präsident bei der Gewerkschaft ver.di, bei der Ministerin, den Staatssekretären und vor allem bei den zuständigen Beamtinnen und Beamten der Unterabteilung III a des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, bei der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi).
Mindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen ab 1. Juni 2011

BDWS-Präsident Wolfgang Waschulewski

Bad Homburg – Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen, Wolfgang Waschulewski, zeigt sich erfreut darüber, dass die Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für Sicherheitsdienstleistungen (Sicherheitsdienstleistungsarbeitsbedingungenverordnung – SicherheitArbbV) am 1. Juni 2011 in Kraft tritt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat diese Verordnung am 11. Mai im Bundesanzeiger veröffentlicht (http://www.bmas.de/portal/51688/2011__05__11__VO__Sicherheitsdienstleistungen.html).
Damit gilt der zwischen dem BDWS und der Gewerkschaft ver.di am 11. Februar 2011 in Berlin unterzeichnete Mindestlohn-Tarifvertrag ab dem 1. Juni 2011 für alle in- und ausländische Unternehmen sowie deren Beschäftigten, wenn diese Sicherheitsdienstleistungen in der Bundesrepublik Deutschland anbieten, so Wolfgang Waschulewski.

Die neuen Mindestlöhne führen insbesondere für die Sicherheitsmitarbeiterinnen und Sicherheitsmitarbeiter in den ostdeutschen Bundesländern in den nächsten Jahren zu deutlichen Lohnerhöhungen und zu einer deutlichen Angleichung der Stundengrundlöhne.

Ab 1. Januar 2013 gilt in 12 von 16 Bundesländern ein einheitlicher Stundengrundlohn von 7,50 EUR. In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen, die bereits heute höhere Mindestlöhne haben, liegt dieser Stundengrundlohn darüber.

Der BDWS-Präsident machte aber deutlich, dass dieser Mindestlohn für die einfachsten Tätigkeiten im Sicherheitsgewerbe gilt. Die Privaten Sicherheitsdienste hätten sich in den letzten Jahren zu einem „Allround-Sicherheitsdienstleister“ entwickelt, die in den unterschiedlichsten Aufgabengebieten der privaten und öffentlichen Sicherheit tätig seien. Diese Tätigkeiten würden sich auch in den Lohnstrukturen widerspiegeln. Insgesamt habe der BDWS über 350 Tätigkeiten in den 16 Bundesländern tarifiert. Davon lägen 200 Stundengrundlöhne bereits heute über 8,00 EUR. Waschulewski forderte die öffentlichen und privaten Auftraggeber auf, dies bei ihrer Auftragsvergabe zu beachten. „Eine qualifizierte Sicherheitsdienstleistung erfordert entsprechend ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese seien nicht zum Mindestlohn erhältlich,“ so Waschulewski.

Abschließend bedankte sich Wolfgang Waschulewski bei den verschiedenen Institutionen, die den BDWS bei der Einführung eines Branchen-Mindestlohnes unterstützt haben. „Es waren vier harte Jahre, in denen wir zahlreiche externe aber auch einige interne Widerstände zu überwinden hatten.“ Namentlich bedankte sich der BDWS-Präsident bei der Gewerkschaft ver.di, bei der Ministerin, den Staatssekretären und vor allem bei den zuständigen Beamtinnen und Beamten der Unterabteilung III a des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, bei der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi).

10 Kommentare
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  1. …..da gibt es aber Firmen in der ehemaligen Ostzone da zählt ein selbstfinanzierter IHK Abschluss als Werkschutzfachkraft nichts, da bekommt man mehr Lohn wenn man früher Mitarbeiter der Staatssicherheit war, so sieht die Wahrheit aus….aber da schauen Verdi und das BDWS Sprachrohr Waschulewski nicht hin.

  2. Zitat „dass dieser Mindestlohn für die einfachsten Tätigkeiten im Sicherheitsgewerbe gilt.“

    Was sind die einfachsten Tätigkeiten??
    Nun bin ich gespannt, wie die aufteilen wollen wer was bekommt. So z.B.
    Service kraft im Objektschutz?
    Interventionskraft?
    NSL?

  3. Mindestlohn gut und schön, aber schon versuchen jetzt Arbeitgeber im Bereich der Bahndienstleistungen bisher höhere Löhne mit Änderungsverträgen an die Mindestlöhne anzupassen. Von Qualitätsarbeit kann dann in diesen Bereichen nicht mehr die Rede sein.
    Besonders idiotisch die vorgesehen Bezahlung nach den entsprechenden Bundesländern. Das kann bei Einsätzen im „falschen“ Bundesland schon einige Euro pro Stunde ausmachen. Mindestlohn wird von unseren Chefs als Grundlohn angesehen.

  4. 01.06.2011 ab heut gibt es den Mindestlohn,angeblich auch beim MDW .Doch bis jetzt erfolgte noch keine Tarifinformation zu unseren Arbeitsverträgen.Lohntag ist jeweils der 25.des Monats-ja,ja ziehmlich spät–aber dann sollen wir alle zum persöhnlichen Gespräch an diesem Tag und unsere Lohnscheine für Mai in Empfang nehmen.Was wird wohl an diesem Tag geschehen ?Will man uns wieder verarschen?Und den Mindestlohn drücken.Einige Entlassungen sollen angeblich auch schon erfolgen.

  5. Moin moin. Bei uns in sachsen sollen sämtliche zuschläge wegfallen.
    Nur ein geringer Teil der Belegschaft hat bis dato den Brief erhalten.
    Ansonsten keinerlei Informationsfluss. Nichts! Echt armselig…..

  6. Auch bei uns in Sachsen-Anhalt keine Info vom Arbeitgeber. Ich bin gespannt, wann wir den neuen Arbeitsvertrag bekommen und vor allem, was für Schweierein sie sich wieder einfallen lassen, um weniger zu zahlen.

  7. Ja da kann man sich doch nur wundern

    Haben eigentlich die Inhaber der Sicherheitsfirmen bzw. die VERANSTALTER, die Sicherheitsmitarbeiter brauchen schon einmal darüber Gedanken gemacht, dass wir „Security“ immer mit einem Bein im Gefängnis stehen bzw. im Krankenhaus?

    Wir lernen die Deeskalation – wir haben uns für diesen Berufszweig entschieden – wir bieten Sicherheit – aber wir werden dafür schlecht entlohnt!

    Es ist zum Teil unser Leben was daran hängt – siehe Berlin usw. nur weil die Veranstalter billig einkaufen – um noch mehr Profit zu erzielen – und nur weil verschiedene Sicherheitsfirmen mit Dumping-Preisen arbeiten und die Leute die für diese Firmen arbeiten – „arbeiten müssen“ – um wenigsttens etwas Geld zu verdienen – darunter leiden müssen

    Tolles Geschäft – tolle Leute –

  8. wie kann man sich bei den immernoch so niedrigen löhnen freuen?
    vielleicht wenn wir mal so einen lohn wie in nordhein westfalen haben ja..

  9. Hallo Mahlzeit Ihr Sicherheitsnadeln in Berlin und im Bundesgebiet !!!!!!!!!!!!

    Wir freuen uns nicht über so wenig Lohn,wollen alle mit großen Sack zur Bank gehen.
    Wir sind leider alle selber Schuld,daß wir so ei Damping geschehen lassen.
    Bei Pippe gibt es immer noch Ärger mit den sogenanten Altverträgen.
    Koll. haben jetzt weniger.Unser Betriebsrat dient nur zur Arbeitsplatzsicherung
    für deren Mitglieder.Prozentekürzung wurde einfach Unterschrieben. TOll !!!!!!!!!!!!!
    Geschäftsführer wechseln laufend,die Einsatzleiter wollen nur Ihre Stunden verkaufen,
    Pro Koll 240 und viel mehr.Kaum Erholungszeit.
    Kurze wechsel Tag- Nacht und umgekehrt.Ob die Herren in Osnabrück wissen,was in Berlin
    so abgeht.Das neue Bundesverdienstkreuz ( am Bande ) Kommt für Pippe.
    Bei Mitarbeitern ist halt Sparen angesagt.
    Gruß von einem Mitarbeiter bei Pippe,der noch Geld von zu Hause mitbringt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  10. Der Mindestlohn ist da, HURRA! Die Zuschläge wurden allerdings ALLE auf 5% gekappt, die Kollegen haben weniger in der Tasche als vorher…

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