Inforaub und Datenklau

16. Mai 2011 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Am 17. Mai 2011 ist der Weltfernmeldetag und der Welttag der Informationsgesellschaft. „Was so umständlich klingt, hat einen wichtigen Hintergrund!“, so die bayerische Justiz- und Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk. „Computer, Internet und Mobilfunk machen innerhalb weniger Sekunden und überall in der Welt Wissen und Informationen verfügbar. Hand in Hand damit geht die Öffnung unserer Gesellschaft, der Drang nach Wissen, aber auch die Bereitschaft, das Wissen mit allen zu teilen.“

Die technologische Entwicklung ist so rasant, dass Gesellschaft und ihre Wertvorstellungen nicht immer Schritt damit halten können. Merk: „Wenn ein Unternehmen wie Google erst nach Intervention der Behörden darauf verzichtet, Daten aus der E-Mail-Kommunikation in soziale Netzwerke einzuspeisen, dann fehlt es am notwendigen Bewusstsein für elementare Grundrechte. Datenschutz darf nicht bloße Reaktion sein! Er muss von Anfang an in die Entwicklung neuer Technologien und Dienste einfließen.“

Kein Verständnis zeigt die bayerische Ministerin für die heimliche Erfassung von personenbezogenen Daten zu kommerziellen Zwecken: „Welche Seiten ich im Internet aufrufe oder wo ich mich gerade mit meinem Mobiltelefon aufhalte, geht Private grundsätzlich nichts an! Nicht alles, was technisch machbar ist, ist moralisch vertretbar und rechtlich zulässig.“

Merk sieht außerdem die Informationsgesellschaft in Gefahr, wenn der Einzelne nicht mehr darauf vertrauen kann, dass mit den preisgegebenen Informationen verantwortungsbewusst umgegangen wird: „Der Hackerangriff auf Sony, bei dem Millionen von Kundendaten entwendet wurden, macht eines deutlich: Die Datensicherheit in einigen Unternehmen muss dringend verbessert werden. Sicherheits- und Verschlüsselungstechniken sind gerade für Online-Unternehmen so wichtig wie für einen Autohersteller funktionierende Bremsen. Wer hier spart, setzt nicht nur das Kundenvertrauen, sondern das ganze System aufs Spiel.“

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.