Beirat des Landespräventionsrates nahm Arbeit auf

16. Mai 2011 | Themenbereich: Brandenburg, Prävention | Drucken

Brandenburg verstärkt seine ressortübergreifenden Anstrengungen zur Kriminalitätsprävention. Dazu nahm heute in Potsdam unter Vorsitz von Innenminister Dietmar Woidke der auf Beschluss der Landesregierung neu geschaffene Beirat des Landespräventionsrates Sicherheitsoffensive Brandenburg (LPR) seine Arbeit auf. Zu den Themenschwerpunkten des im Jahr 2000 gegründeten Gremiums gehört ab sofort neben der Jugendkriminalität sowie Fragen von Opferschutz und Opferhilfe auch der Politische Extremismus. Neu ist außerdem die feste Einbindung der kommunalen Spitzenverbände in die Arbeit des LPR.

Woidke sprach auf der ersten Beiratssitzung von einem „wichtigen Schritt“, der die erfolgreiche Präventionsarbeit der vergangenen Jahre weiter voranbringe. „Kriminalitätsverhütung hat immer einen Vor-Ort-Bezug und gesellschaftlichen Querschnittscharakter. Es ist deshalb gut, dass bei den Ideen und Aktivitäten des Landespräventionsrates die Vertreter der Kommunen nun von Beginn an mit im Boot sind“, betonte der Innenminister. Die Einrichtung einer speziellen Arbeitsgruppe zu Präventionsmaßnahmen gegen den Politischen Extremismus ist zudem laut Woidke ein klares Signal, dass man extremistischen Rattenfängern im Land keinerlei Feld überlasse.

Das Gremium vereint unter Vorsitz des Innenministers jetzt Vertreter von Innen-, Justiz,- Bildungs- und Sozialministerium, die Leiterin der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“, Vertreter von Landkreistag sowie Städte- und Gemeindebund und die Leiter der Arbeitsgruppen. In den drei Arbeitsgruppen arbeiten neben Experten der genannten Ressorts auch staatliche und nichtsstaatliche sowie wissenschaftliche Institutionen mit. „Mit diesem guten Erfahrungs-Mix aus Praxis und Wissenschaft wird der Landespräventionsrat weiterhin einen wichtigen Beitrag leisten, vor allem junge Menschen davor zu schützen, Opfer von Verbrechen zu werden oder selbst in die Kriminalität abzugleiten“, gab sich Woidke überzeugt.

Brandenburgs Landespräventionsrat hat in den vergangenen elf Jahren rund 300 Konzepte und Maßnahmen zur Kriminalitätsverhütung auf den Weg gebracht. Seit 2005 zeichnet er einmal jährlich vorbildliche Präventionsprojekte mit dem Landespräventionspreis aus. Zu den vom LPR aktuell unterstützten Projekten gehört das Vorhaben der Kreuzberger Musikalischen Aktion e.V. (KMA), in verschiedenen Regionen Brandenburgs an weiterführenden Schulen musikalische Workshops mit Musik, Tanz und Theater durchzuführen. Dabei will man die nachgewiesenen gewalt- und konfliktpräventiven Wirkungen musischer Betätigungen nutzen. Erste Erfahrungen sollen an Schulen der Städte Forst und Spremberg im Landkreis Spree-Neiße gesammelt werden. Woidke wünschte dem Projekt viel Erfolg, denn „auch bei der Kriminalitätsbekämpfung gilt, dass Vorbeugen immer besser ist, als Heilen“, erläuterte er.

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