Gemeinsam stark

13. Mai 2011 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Beim deutsch-französischen Ministerratstreffen im Februar 2010 in Paris einigten sich die beiden Länder auf ein Projekt zur Schaffung einer deutsch-französischen Wasserschutzpolizei auf dem Rhein. Im Lauf des Jahres wurde hierzu eine Projektgruppe eingerichtet. In der bilateralen Arbeitsgruppe waren französische und deutsche Delegationen beteiligt. Ziel war es eine gemeinsame operative Wasserschutzpolizeistation einzurichten, die auf der gesamten Länge des Rheins im deutsch-französischen Grenzgebiet zuständig ist. Der Bereich geht von Weil/Hüningen bis Iffezheim, rund 160 Rheinkilometer werden dadurch bedient. Die 54 Polizeibeamtinnen und -beamten der Wasserschutzpolizei Kehl und der Compagnie Fluviale nehmen künftig alle Aufgaben gemeinsam wahr. Angefangen von der Überwachung und Kontrolle der Schifffahrt über die Bearbeitung von Unfällen auf den Wasserstraßen bis hin zu Taucheinsätze. Durch die Zusammenlegung werden für beide Seiten die Präsenzzeiten auf dem Rhein erhöht, sowie strategische und taktische Vorteile erzielt.

Anfang Mai begann jetzt der Probebetrieb dieser gemeinsamen deutsch-französischen Dienststelle in Kehl. Die gemeinsame Leitung haben der Erste Polizeihauptkommissar Schulze von der Wasserschutzpolizeistation Kehl und Capitaine Künkel von der Compagnie Fluviale. Die Bediensteten arbeiten künftig im Team zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Die Arbeitssprachen werden deutsch und französisch sein.

Der knapp einjährige Probebetrieb findet in Kehl-Straßburg, Breisach-Vogelgrun und in Gambsheim statt. Mit dem Posten im nördlichen Gambsheim wurde erstmals eine deutsche Polizeidienststelle im französischen Nachbarland eingerichtet. „Seit Jahren läuft die enge Zusammenarbeit der deutschen und französichen Polizeien auf beiden Seiten des Ortenauer Rheinabschnitt bestens“, so der Leiter der Polizeidirektion Reinhard Renter, „mit der gemeinsamen Organisationsform wird die Arbeit im Grenzgebiet noch optimiert.“

Gemeinsame Streifen der grenznahen Reviere, die Präsenz bei Messen und öffentlichen Veranstaltungen, sowie die Zusammenarbeit in vielen anderen Aufgabenbereichen sind mittlerweile in der Ortenau institutioniert. Pünktlich zu Beginn kam es gleich zum ersten gemeinsamen Einsatz – die Schleuse Gambsheim wurde bestreikt.

Im Spätjahr 2011 ist der Einzug in die gemeinsame Dienststelle in Kehl geplant, um die enge Zusammenarbeit auch praktisch umzusetzen.

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