Impulse für andere Länder

12. Mai 2011 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

„Das deutsche System des flächendeckenden Brandschutzes, das von Freiwilligen Feuerwehren getragen wird, kann Impulse die Bildung und Entwicklung des ehrenamtlichen Engagements in anderen Ländern geben“, berichtete Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), bei der Sitzung der Arbeitsgruppe „Freiwillige Feuerwehr“ des Weltfeuerwehrverbandes CTIF in Frankfurt. Vertreterinnen und Vertreter von Feuerwehrverbänden aus zehn Ländern trafen sich zum Austausch über verschiedenste Aspekte des ehrenamtlichen Feuerwehrwesens.

Der Weltfeuerwehrverband CTIF vertritt weltweit rund fünf Millionen Feuerwehrangehörige – davon mehr als eine Million aus Deutschland. Die Arbeitsgruppe „Freiwillige Feuerwehr“ wurde 2007 gegründet, um Wege zur Gewinnung ehrenamtlicher Kräfte zu finden und sich über die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren für das Feuerwehr- und Rettungswesen der Länder auszutauschen. Der DFV ist von Beginn an eines der treibenden Mitglieder der Arbeitsgruppe, die unter der Leitung des Französischen Feuerwehrverbandes steht. Die Tagung wurde durch den DFV organisiert und von Ralf Ackermann geleitet.

Die Themen zeugten von der Vielfalt des Weltfeuerwehrverbandes: So stellte Sergey Gruzd (Präsident Allrussischer Feuerwehrverband), die Arbeit zur Statistik über die Freiwilligen Feuerwehren vor, aus Kroatien erläuterte Zjelko Popovic (Vizepräsident Kroatischer Feuerwehrverband) die Veränderungen, die nach dem Ende des Sozialismus auf die Freiwillige Feuerwehren zukamen. Ergänzt wurden diese Ausführungen durch einen Bericht über die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehren in Slowenien von Jože Berlec und Janez Merc (Slowenischer Feuerwehrverband).

Vertreter des Feuerwehrverbandes Frankreich befassten sich mit den möglichen Auswirkungen der EU-Arbeitszeitrichtlinie auf die Freiwilligen Feuerwehren (Jacques Perrin), der sozialen Absicherung – hier insbesondere Versicherungsschutz und Krankenvorsorge – der Freiwilligen Feuerwehrangehörigen (Michel Bour) und einem Vorschlag zu einer Datenbank über Freiwillige Feuerwehrleute (Christophe Cescut). Wie das System des Versicherungsschutzes in Polen gestaltet ist, erläuterte Tereza Tiszbierek, Vizepräsidentin des Verbands der Freiwilligen Feuerwehren Polen. Zuletzt stellte Alexander Fröschl vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband noch die Maßnahmen zur Mitgliederwerbung und -gewinnung in Österreich dar.

Die deutschen Gastgeber beleuchteten einige Punkte aus Sicht des Verbandes mit den meisten ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen: Gewinnung und Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren, gesetzliche Grundlagen, Ausbildung, Nachwuchsarbeit, soziale Absicherung und Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren.

„Mit dieser Veranstaltung ist der lang gehegte Wunsch nach einer spezialisierten Arbeitsgruppe erfüllt worden“, freute sich CTIF-Präsident Walter Egger. „Das Thema Freiwillige Feuerwehr ist jetzt und für die Zukunft von großer Wichtigkeit. Durch die verschiedenen Referate und Berichte aus den Ländern ergab sich ein umfassendes Bild von der Tragweite des Themas“, lobte er die erfolgreiche Veranstaltung. Die Präsentationen der Referierenden können per E-Mail unter ctif@dfv.org angefordert werden.

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