DPolG lehnt Einführung von Fußfesseln als zu gefährlich ab

12. Mai 2011 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Hermann Benker, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), lehnt die vom Ministerrat beschlossene Einführung der elektronischen Fußfessel zur Aufenthaltsüberwachung rückfallgefährdeter Gewalt- und Sexualstraftäter als zu gefährlich ab. Nach seiner Überzeugung ist diese Form der Überwachung kein gleichwertiger Ersatz für eine geschlossene Unterbringung. Im Interesse der Sicherheit der Menschen im Lebens- und Wohnumfeld dieser Straftäter lehnt Benker derartige „Experimente“ deshalb entschieden ab.

„Man kann zwar den Aufenthaltsort des Fußfesselträgers bestimmen, weiß aber nicht was er gerade macht,“ gibt Benker zu bedenken. „Gerade bei dieser Gruppe von Straftätern ist das Risiko viel zu hoch, dass diese trotz Fußfessel in ihrer Nachbarschaft wieder Gewalt- und Sexualdelikte begehen. Eine Fußfessel wird sie daran weder hindern noch abschrecken.“

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