Säuglinge wurden wie Müll entsorgt

10. Mai 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Wer schützt die Kleinsten unser Gesellschaft vor soviel Unmenschlichkeit?

„Die Mutter der getöteten Säuglinge aus Braunschweig wird aller Wahrscheinlichkeit nach erklären, dass sie sich in einer für sie ausweglosen Situation befunden hat, daher habe sie ihre Kinder töten müssen“, so die Einschätzung des stell. BDK-Bundesvorsitzenden Bernd Carstensen, „womit die Tötung der Säuglinge selbstverständlich überhaupt nicht relativiert werden darf“. Die Kriminalisten der ermittelnden Mordkommission werden die Hintergründe der Tat aufhellen und das soziale Umfeld der Täterin überprüfen. „Als Gesellschaft werden wir uns dann die Frage gefallen lassen müssen, ob wir alles zum Schutz und Überleben dieser Säuglinge getan haben“, will der stell. BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen den Hinweis auf bestehende und nicht bestehende Möglichkeiten der Hilfe für schwangere Frauen geben.

In Deutschland sind die Ärzteschaft und die Krankenhäuser verpflichtet, die Identität der entbindenden Frau festzustellen und zu dokumentieren. Die anonyme Geburt ist in deutschen Krankenhäusern oder Arztpraxen nicht möglich, anonyme Babyklappen sind nicht überall erwünscht. „Frankreich hat dies schon lange gesetzlich geregelt. Dort werden pro Jahr ca. 1000 Kinder anonym zur Welt gebracht. Wo sind diese Kinder in Deutschland?“, so die Frage des stell. BDK-Bundesvorsitzenden Bernd Carstensen.

„Die Kinder haben das Recht auf ihre Identität,“ ist die Argumentation der politischen Gegner der anonymen Geburt. „Haben die Kinder nicht ein viel größeres Recht auf Leben? Wenn wir mit nur einer anonymen Geburt ein Menschenleben gerettet haben, wäre solch eine gesetzliche Initiative schon ein Riesenerfolg“, fordert der stell. BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen politisches Handeln zum Schutz der kleinsten und hilflosesten in unserer Gesellschaft.

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