Erfolgreiche Polizeistrategie

9. Mai 2011 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

„Die hessischen Sicherheitskräfte haben deutlich gemacht, dass in Frankfurt kein Platz für salafistische Prediger ist“, so kommentierte Innenminister Boris Rhein die umstrittene Versammlung von Pierre Vogel am Samstagabend.

300 Zuhörer waren zur Kundgebung auf dem Rebstockgelände gekommen – viel weniger als die angemeldeten 1000. „Unsere Strategie massiver Polizeipräsenz war erfolgreich. Davon haben sich offenbar viele Extremisten abschrecken lassen“, so Innenminister Rhein. Unser demokratischer Rechtsstaat habe dem salafistischen Prediger seine Grenzen gezeigt.

Pierre Vogel durfte zwar predigen, laut einem Beschluss des Verwaltungsgerichts, wurde ihm jedoch strengstens untersagt öffentlich dem Terroristen Osama Bin Laden zu gedenken, der tausende Menschenleben auf dem Gewissen hat. Das war das ursprüngliche Ziel des salafistischen Predigers.

Osama Bin Laden, der Führer der Terrororganisation Al Kaida, wird für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich gemacht. Neben den Anschlägen vom 11.September 2001 bei dem mehr als 3000 Menschen starben, schreibt man seinem Terrornetzwerk auch die Bombenanschläge auf die Madrider Vorortzüge vom 11. März 2004 (191 Tote und mehr als 2000 Verletzte) , die Selbstmordattentate in der Londoner U-Bahn vom 07. Juli 2005 (56 Tote und mehr als 700 Verletzte), sowie die Bombenanschläge von Bali am 12. Oktober 2002 (201 Tote und mehr als 200 Verletzte) zu.

Innenminister Boris Rhein meinte abschließend: „Wir lassen es in Hessen nicht zu, dass Grundrechte wie Religionsfreiheit, Meinungs- und Versammlungsfreiheit für unerträgliche Zwecke instrumentalisiert werden. Das haben wir heute deutlich gezeigt.“ Zudem dankte der Innenminister ausdrücklich allen Einsatzkräften für ihren professionellen und entschlossenen Einsatz.

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