22 zusätzliche Freiwillige Polizeihelfer

9. Mai 2011 | Themenbereich: Hessen, Polizei | Drucken

Für die Sicherheit in Frankfurt setzen sich ab sofort 22 weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger ein. Innenminister Boris Rhein begrüßte heute die neuen freiwilligen Polizeihelferinnen und -helfer und übergab ihnen Urkunden sowie Dienstausweise.

„Als Nachbarn in Uniform erfahren Sie bei ihrer Arbeit von den Nöten der Leute und können zum Verständnis zwischen Bürger und Polizei beitragen. Als Ansprechpartner stärken Sie das Sicherheitsgefühl der Passanten und Bewohner“, motivierte Rhein die freiwilligen Helfer.

Von den acht Frauen und 14 Männern wohnt die Hälfte selbst in Frankfurt. Acht von ihnen haben Migrationshintergrund. Der Altersdurchschnitt liegt bei 33 Jahren.

Im vergangenen Jahr bestreifte der Freiwillige Polizeidienst durchschnittlich über 1000 Stunden pro Monat die Stadt Frankfurt und führte dabei rund 1400 Bürgergespräche.

Die Einführung des Freiwilligen Polizeidienstes in Frankfurt erfolgte am 17.01.2007 mit der Indienststellung von 21 freiwilligen Polizeihelferinnen und -helfern. Seitdem wurden neun Kontingente in den Dienst gestellt. Mit dem 10. Kontingent sind auf fast allen vorgesehenen Revieren wieder die angestrebten 10 Ehrenamtlichen zugewiesen.

Zuvor brachte der Innenminister den ersten Willkommensgruß an die Mannschaften und Gäste der Frauenfußballweltmeisterschaft an einem Streifenwagen der Polizei an. Der Aufkleber dokumentiert in fünf Sprachen eine weltoffene sowie hilfsbereite hessische Polizei.

„Unter dem Motto „Hessen – das Tor zur Welt“ werden wir uns auch 2011 als fröhliche und aufgeschlossene Gastgeber präsentieren. Zum Ausdruck unserer Weltoffenheit möchte ich heute den ersten Willkommensgruß an einem Streifenwagen anbringen, um allen Menschen zu zeigen, dass wir sie herzlich zur Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft begrüßen“, freute sich Innenminister Boris Rhein.

Die 6. FIFA Frauen-Weltmeisterschaft findet vom 26.06.2011 bis zum 17.07.2011 statt. Die Sieger werden am 17.07.2011 beim Finale in Frankfurt ermittelt.

Wie bereits 2006 beim Sommermärchen stellen sich die hessischen Ordnungshüter unter das Motto „so viel Fußballatmosphäre, Gastlichkeit und Freude wie möglich und so viel Sicherheitsmaßnahmen wie nötig.

Hintergrundinformationen zum Freiwilligen Polizeidienst in Hessen

Von Oktober 2000 bis Dezember 2001 wurde mit insgesamt 90 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Freiwillige Polizeidienst in Hessen (Marburg, Wiesbaden, Fulda, Offenbach) erprobt. Die Tätigkeiten des Freiwilligen Polizeidienstes tragen zur Erhöhung der Sicherheit des Bürgers bei und unterstützen die Polizei bei präventiven Aufgaben.

Angehörige des Freiwilligen Polizeidienstes dürfen im Rahmen ihrer Aufgaben Personen befragen, Personalien aufnehmen, Platzverweise aussprechen und verdächtige Gegenstände sicherstellen. Darüber hinaus ist ihnen gestattet, Zeichen und Weisungen im Straßenverkehr zu erteilen.

Eingriffe in die Freiheit der Bürger und Durchsuchungen (Ausnahme „Jedermannsrechte“ und zum Zwecke der Identitätsfeststellung) dürfen sie allerdings nicht vornehmen. Die Anwendung unmittelbaren Zwangs durch Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder durch Waffen ist ihnen nicht gestattet. Bewusst hat man davon abgesehen, den Freiwilligen Polizeidienst zu bewaffnen; das Pfefferspray dürfen sie nur in Fällen der Notwehr und Nothilfe gebrauchen.

1 Kommentar
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Hurra, Hurra, der „Blockwart“ ist wieder da –
    Da werden wieder einige Nachbarn gleicher als andere…
    Traurig!

    „Angehörige des Freiwilligen Polizeidienstes dürfen (…) Platzverweise aussprechen (…)“. Das ist indirekt sehrwohl ein Eingriff in die Freiheit der Bürger.
    Denn wozu wird das ganze wohl führen? „Ey machst du noch mal mich dumm an, hole ich XYZ – ist Hilfspolizist. Kriegst du Platzverweis….“

    Aus dem Bauch heraus halte ich persönlich von solchen „Hilfs-Rambos“ mal garnichts.
    Engangiert lieber einen „seriösen“ Sicherheitsdienst, wo die Leute wenigstens eine Sachkundeprüfung absolviert haben…. und zumindest eine Vorahnung vom Job haben.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.