Qualitätsentwicklung in der Suchtprävention bundesweit fördern

3. Mai 2011 | Themenbereich: Prävention, Sachsen | Drucken

Der Suchtmittelkonsum in Deutschland ist sowohl bei jungen als auch älteren Menschen weit verbreitet. Etwa 20 Millionen Menschen hierzulande rauchen, 9,5 Millionen Menschen haben einen problematischen Alkoholkonsum, 1,3 Millionen von ihnen sind bereits alkoholabhängig. Beim Konsum illegaler Drogen spielt Cannabis mit etwa 617.000 Abhängigen oder problematisch Konsumierenden bundesweit die wichtigste Rolle. Angesichts dieser alarmierenden Zahlen zum Suchtmittelkonsum in Deutschland ist Suchtprävention eine zentrale Aufgabe der Bundesgesundheitspolitik und der Gesellschaft.

Erfolge in der Suchtprävention, wie etwa der deutliche Rückgang des Tabakkonsums Jugendlicher in den vergangenen Jahren, sind nur durch enge Kooperation zwischen Bund, Ländern und den Einrichtungen vor Ort, z.B. den Koordinierungsstellen und Fachkräften für Suchtprävention möglich. Gemeinsam mit dem Sächsischen Staatministerium für Soziales und Verbraucherschutz führt die BZgA am 2. und 3. Mai 2011 in Dresden eine Fachtagung zur Qualitätssicherung in der Suchtprävention durch. Auf der Tagung werden Methoden der Qualitätssicherung vorgestellt, die bei der Umsetzung von Suchtpräventionsprojekten vor Ort effektiv genutzt werden können. An praktischen Beispielen wird gezeigt, wie man Vernetzungs- und Kommunikationsstrategien in der Suchtprävention optimal einsetzt.

Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Christine Clauß: „Suchtprävention ist eine gemeinschaftliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Verantwortung dafür tragen Familie und Freunde, die Bildungsinstitutionen, Sport- und Freizeitvereine aber auch die verschiedenen politischen und Verwaltungsebenen. Eine Aufgabe der Präventionsfachkräfte ist es dann, diese verschiedenen Bereiche und Akteure zusammenzubringen und erfolgreiche Formen der Zusammenarbeit anzuregen, zu begleiten und zu unterstützen.“

„Um Menschen wirksam vor Sucht zu schützen, müssen die Präventionsangebote evaluiert werden und qualitativ hochwertig sein. Ziel der Tagung ist es daher, Fachkräfte vor Ort mit neuen und erprobten Methoden der Qualitätssicherung noch besser vertraut zu machen und so zur Entwicklung eines hohen Qualitätsniveaus in der Suchtprävention beizutragen“, so Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Informationen zum Programm der Fachtagung finden Sie im Internet unter www.gesunde.sachsen.de. Die Dokumentation der Fachtagung wird voraussichtlich im Sommer 2011 online verfügbar sein auf www.bzga.de.

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