Walpurgisnacht: Strategie der Polizei aufgegangen

1. Mai 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Walpurgisnacht verlief in Berlin und Hamburg relativ ruhig. Dieses ist auch der sehr gut vorbereiteten Einsatzstrategie der Polizei in beiden Ländern zu verdanken, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Joachim Lenders.

„Die Polizei hat bereits im Vorfeld gezielt an den Brennpunkten Taschenkontrollen durchgeführt, Gefährderansprachen vorgenommen, Gefahrengebiete eingerichtet und Präsenz gezeigt. Dass trotzdem fast 40 verletzte Kolleginnen und Kollegen zu beklagen sind, liegt in der gewollten und ungezügelten Brutalität, die von einigen Randalieren ausging.“

Die DPolG sieht ein zunehmendes Problem darin, dass immer mehr Schaulustige den Krawallen beiwohnen. Lenders: „In den letzten Jahren hat sich eine ‚Event-Kultur‘ in Hamburg und Berlin herausgebildet, bei denen Gaffer nur darauf aus sind, Zusammenstöße zwischen Gewaltbereiten und der Polizei zu beobachten. In Hamburg gab es laut Medienberichten regelrecht enttäuschte Leute, die mehr Rabatz erhofft hatten. Das erschwert die Arbeit der Polizei und kann auch einer Stimmung Vorschub leisten, die der Polizei die notwendige gesellschaftliche Anerkennung entzieht. An dieser Stelle ist auch die Politik gefordert, der Polizei uneingeschränkte Rückendeckung bei ihrem Handeln und Tun zu geben. Jegliche Distanzierung oder Relativierung ist hier fehl am Platz.“

Trotz der weitestgehend ruhigen letzten Nacht kann es heute Abend und in der Nacht noch zu folgenschweren Auseinandersetzungen in Berlin und Hamburg kommen. „Die Einsatzkräfte sind vorbereitet und werden mit angemessener Härte gegen Störer vorgehen.“ so DPolG-Vize Lenders.

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