Datensicherheit hat oberste Priorität

28. April 2011 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk zeigt sich schockiert angesichts der Dimension des illegalen Datenzugriffs auf die Kundendatenbanken des Unternehmens Sony. Merk: „Dass Kundendaten in diesem Ausmaß von Unbefugten ausgespäht werden können, darf nicht passieren. Unternehmen wie Sony müssen in der Lage sein, ihre Kundendaten so zu sichern, dass ein unberechtigter Zugriff von außen ausgeschlossen ist.“

Bislang ist nicht klar, ob neben Namens- und Adressdaten auch Kreditkartendaten entwendet wurden. Den Betroffenen rät Merk, in der nächsten Zeit aufmerksam die Abrechnungen ihrer Bank und ihres Kreditkartenunternehmens zu beobachten. Sollte es tatsächlich zu nicht autorisierten Abbuchungen kommen, haben die Kreditinstitute die abgebuchten Beträge zurückzuerstatten.

Merk fordert die Unternehmen auf, ihre Sicherheitssysteme dringend auf den Prüfstand zu stellen: „Der Fall Sony sollte jedem verantwortungsvollen Unternehmen vor Augen führen, welche Folgen Sicherheitslücken haben können. Die Sicherheit von Kundendaten muss oberste Priorität haben, gerade bei Kundenbeziehungen im Internet. Dazu gehört auch eine offene Informationspolitik. Es darf nicht sein, dass Datenlecks über Tage hinweg unter dem Deckmantel des Schweigens gehalten werden.“

Merk weiter: „Dieses Beispiel macht aber auch deutlich, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher zurückhaltend mit ihren Daten umgehen sollten.“

Merk betont: „Der Datenangriff auf das weltweit vernetzte Unternehmen Sony zeigt die Notwendigkeit globaler Lösungen für Datenschutz und Datensicherheit.“ Gemeinsam mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar und EU-Kommissarin Viviane Reding wird Merk am 3. Mai 2011 in Brüssel über die notwendige Entwicklung und Modernisierung des europäischen Datenschutzrechts aus der Perspektive des Verbraucherschutzes diskutieren.

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