Präventionsarbeit im Landkreis Parchim

27. April 2011 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Prävention | Drucken

Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Vertretern des Kommunalen Präventionsrates und Trägern von Präventionsprojekten aus dem Landkreis Parchim hat sich Innenminister Lorenz Caffier heute über die gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit im Landkreis informiert und das Engagement aller Beteiligten gewürdigt.

„Wir können Straftaten und Gewalt nur dann dauerhaft erfolgreich vorbeugen und verhindern, wenn vor Ort die staatlich zuständigen Stellen mit engagierten nichtstaatlichen Organisationen zusammenarbeiten. Dafür ist auch der Landkreis Parchim ein gutes Beispiel“, betonte der Minister, der zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) ist.

In der Präventionsarbeit zählt Parchim seit mehreren Jahren zu den aktiven Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns. Lobenswert sind vor allem die kontinuierliche Arbeit seines Kommunalen Präventionsrates und die vielfältigen Projekte und Initiative von Vereinen, Organisationen, Schulen und Jugendeinrichtungen des Kreises. In den nächsten Jahren komme es nach den Worten von Minister Caffier darauf an, diese Stärke und guten Erfahrungen auch in den neu zu bildenden großen Landkreis einzubringen.

Um diese gesamtgesellschaftliche Vernetzung zu festigen und weiter auszubauen, hat der Kommunale Präventionsrat des Landkreises Parchim kürzlich einen Förderbescheid in Höhe von 7.750 EUR zur direkten Unterstützung seiner Arbeit erhalten. Möglich geworden war dies durch eine neue Förderrichtlinie, die im Sommer des vergangenen Jahres in Kraft getreten ist.

„Ich erwarte von dieser neuen Fördermöglichkeit, dass die Kommunalen Präventionsräte landesweit mehr noch als bisher eine koordinierende Funktion in der Präventionsarbeit der staatlichen und nichtstaatlichen Partner wahrnehmen“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Über die direkte Förderung des Kommunalen Präventionsrates des Landkreises hinaus unterstützt der LfK auch in diesem Jahr wieder mehrere Einzelprojekte in der Region.

Die Parchimer Bürgerstiftung erhält für das Projekt „Sicherheitstraining für Kinder der zweiten Klassen“ 4.400 EUR.

Mit professioneller Unterstützung der Initiative „Klasse mit Köpfchen“ erlernen dabei die Schülerinnen und Schüler aller zweiten Klassen der Parchimer Schulen an jeweils vier Projekttagen den altersgerechten, richtigen Umgang mit Konflikt- und Bedrohungssituationen. Die Fortsetzung dieses Projektes über mehrere Jahre soll dazu führen, dass später einmal alle Parchimer Kinder und Jugendliche ein derartiges Training durchlaufen haben.

Der Förderverein des Gymnasiums Crivitz erhält für die Fortsetzung der bereits über mehrere Jahre erfolgreichen Projektarbeit mit Schüler-Streitschlichter 1.705 EUR. Dadurch können jährlich immer wieder neue Schülerinnen und Schüler zu Streitschlichtern ausgebildet und bei Konfliktsituationen im Schulbereich eingesetzt werden.

Darüber hinaus erhält der Verein zur Förderung der Prävention im Aids- und Suchtbereich Mecklenburg-Vorpommern e.V. für das in Parchim durchgeführte Theaterprojekt „Verrückt nach Glück“ 2.350 EUR. Unter Beteiligung von Laien-Theatergruppen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern wurde dabei vor wenigen Tagen (12./13.04.2011) für mehrere hundert Schülerinnen und Schüler aus Parchim und Umgebung der Umgang mit Sucht und Drogen thematisiert.

Außerdem erhält das Aphasiker-Zentrum Mecklenburg-Vor-pommern e.V., das seinen Sitz in Plau am See hat, für sein Projekt „Die verlorene Sprache“ 2.488 EUR. In sehr emotionaler Form werden dabei unter Beteiligung von Unfallopfern vor allem Jugendliche von Gymnasien und Berufsschulen über die Folgen von Verkehrsunfällen, insbesondere über schwere Hirnverletzungen informiert und entsprechend sensibilisiert.

Insgesamt unterstützt der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung somit die Präventionsarbeit des Landkreises Nordwestmecklenburg in diesem Jahr mit ca. 18.693 EUR.

Dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung stehen für dieses Jahr 326.000 EUR zur Förderung der Präventionsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Nach einem festen Einwohnerschlüssel erhalten davon die Kommunalen Präventionsräte der Landkreise und kreisfreien Städte ca. 114.000 EUR. Mit den verbleibenden ca. 212.000 EUR werden im Ergebnis eines vorgeschriebenen Antragsverfahrens landesweit über 50 Einzelprojekte gefördert.

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